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Vor Nationsratswahl: Wiener Museum setzt Zeichen für Vielfalt

Bild: Ouriel Morgensztern
  • 02. September 2024

Mit der neuen Initiative "We Are Many" möchte das Leopold Museum zeigen, dass wir immer schon viele waren, die sich für Vielfalt, Toleranz, kritisches Denken und tiefgehende Auseinandersetzungen engagiert haben.

Noch bis zum 29. September 2024, dem Tag der Nationalratswahl in Österreich, bei der ein Wahlsieg der extrem rechten FPÖ droht, findet eine "Kunstgebung" in den Ausstellungsräumen des Wiener Museums statt. Hierfür wurden Kunstwerke in "Demonstrationsschilder" verwandelt, die durch ihre Motive oder den biografischen Hintergrund der Künstler*innen repräsentativ für aktuelle, relevante gesellschaftspolitische Themen wie Krieg, Armut, Hunger, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, Diversität und Umweltbewusstsein stehen.

"Das Leopold Museum nimmt seine Verantwortung als Kultur- und Bildungsinstitution zur Förderung von Vielfalt, Inklusion und einer lebendigen Demokratie wahr", erklärte Museumsdirektor Hans-Peter Wipplinger. "Wir sind davon überzeugt, dass es wichtiger denn je ist, Stimmen und Bemühungen zu bündeln, um dem besorgniserregenden Trend einer immer weiter auseinanderdriftenden Gesellschaft entgegenzuwirken und sich mit klarer Haltung gegen diese Spaltung zu stellen. Die pluralistische Gesellschaft in Wien um 1900, welche die Metropole zur Kulturhauptstadt machte, gilt uns hier als Role Model."

Die Initiative ist stark mit der Dauerpräsentation "Wien 1900. Aufbruch in die Moderne" verknüpft. Wien um 1900 war ein Schmelztiegel der Kulturen und Überzeugungen und steht als Modell für eine Gesellschaft, die trotz Gegensätzen von ihrer Diversität profitierte.

Für "We Are Many" wurden Werke von Albert Birkle, Tina Blau-Lang, Kate Diehn-Bitt, Gustav Klimt, Felix Nussbaum, Max Oppenheimer, Christian Schad, Otto Rudolf Schatz, Egon Schiele, Rudolf Schlichter und Simeon Solomon ausgewählt. (cw/pm)


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