Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?4667

Freizügige Lederkerle auf Reisen in homophoben Ländern

  • 14. September 2024

Passend zum Fetischfestival Folsom Europe zeigt die Berliner Galerie Newman unter dem Motto "Dress:Code" neue Arbeiten des schwulen Künstlers Georg Meyer-Wiel.

Als Künstler und Designer arbeitet Meyer-Weil in mehreren Medien, darunter Malerei, Zeichnung und Kostüm- und Bühnendesign. In seiner Einzelausstellung "Dress:Code" präsentiert er eine neue Reihe von Arbeiten auf Papier, die sich mit der männlichen Figur beschäftigen. Beginnend mit Porträts auf historischen Dokumenten stellt die Ausstellung verschiedenste Facetten von Männlichkeit dar. Ein Schwerpunkt liegt auf Fetischen und der Vielzahl damit verbundener Dresscodes, die in der gesamten queeren Community zu finden sind.

Nach einem Studium des Grafikdesigns entwickelte Georg Meyer-Wiel die Angewohnheit, Ephemera zu sammeln. Viele seiner figurativen Zeichnungen sind auf Briefumschlägen und anderen historischen Dokumenten verwirklicht, von denen einige bis zu 300 Jahre alt sind.

Das Thema Reisen schafft für den Künstler einzigartige Erzählungen, indem es die Figuren in Zeiten und an Orte versetzt, die tatsächlich einmal existierten, in eine Welt, die längst verloren ist. Meyer-Wiels Kunstwerke laden uns ein, andere Welten zu bereisen und längst vergessene Orte und Beziehungen zu erkunden.


Künstler Georg Meyer-Wiel (l.) und Galerist Isah Oral (Bild: Galerie Newman)

"Als schwuler Mann frage ich mich oft, wie das Leben in den vergangenen Jahrhunderten wohl gewesen sein muss, ohne viele der Menschenrechte, die große Teile der heutigen Welt genießen und für selbstverständlich halten", so der Künstler. "Wenn ich mit Aktmodellen arbeite und sie auf historischen Dokumenten porträtiere, versetze ich meine Protagonisten in die ferne Vergangenheit, wo sie wahrscheinlich nicht das Leben hätten führen können, das sie heute haben."

Besonders gerne verwendet Georg Meyer-Weil Dokumente aus Ländern, in denen Homosexualität bis heute nicht akzeptiert und strafbar ist. Es gehe ihm darum, "einen Kontrast zu erzeugen, wenn sie als Kontext für homoerotische Zeichnungen verwendet werden".

Die Verkaufsausstellung "Dress:Code" ist noch bis zum 31. Oktober 2024 in der Galerie Newman (Kalckreuthstraße 14, 10777 Berlin-Schöneberg) zu sehen. Große Aktzeichnungen, Porträts utopisch schöner Männer, Bondage-, Lederkerle und freizügige Fotoarbeiten von LGBTI-Künstler*innen sind die Themen und gleichzeitig das Markenzeichen der Galerie inmitten des queeren Kiezes am Nollendorfplatz. Zwischen schwulen Sexshops und Bars richtet sich diese Galerie seit 2023 speziell an Männer, die gerne Männer sehen. Dabei sind namhafte Künstler wie Jürgen Wittdorf, Henning von Berg, Frank Lorenz, Markus Hoffmann-Aschenbach, Georg Weise, Male-Shibari oder Andreas Fux ebenso vertreten wie Newcomer*innen und Quereinsteiger*innen.

Mehr Informationen und Bilder gibt es auf der Homepage galerie-newman.de. (cw)


-w-
-w-


Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich News aus der queeren Welt sowie über anstehende Termine auf dem Laufenden.