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Kollektive Befreiung durch Imagination

Faye and Janie, Bristol 2023 (Bild: Béla Váradi)
  • 23. September 2024

Die neue Ausstellung "Cruising Utopia. Scenes from the Roma-Queer Imagination" in Berlin stellt die Werke von drei queeren Roma-Künstler*innen vor.

Béla Váradi, Joy Charpentier und Mersud Selman verbinden persönliche Erinnerungen und Diskriminierungserfahrungen sowie die Erfahrung von kollektivem Protest, indem sie die Macht der Vorstellungskraft nutzen.

Historisch gesehen wurden die Erzählungen von queeren Roma zum Schweigen gebracht, ausgelöscht oder in die Enge getrieben, als unwichtig, wenn nicht gar als pervers angesehen und nur in Archiven als Aufzeichnungen medizinischer Verderbtheit oder als Kriminalakten aufbewahrt. Das (Neu-)Erzählen dieser Geschichten stellt einen Akt des Engagements und der Validierung dar. "Cruising Utopia" schafft somit Sichtbarkeit für an den Rand der Gesellschaft verbannte Gemeinschaften.

Mittels der Performances von Joy Charpentier und Mersud Selman erkundet die Ausstellung Roma-Queer-Narrative. Indem nicht-normative Erzählungen verkörpert und Stimmen und Körper inszeniert werden, suchen die Künster*innen den Erzählungen Legitimität zu verleihen. Zusammen mit den lebendigen Bildern von Béla Váradi ermöglichen sie uns, von individuellen oder autobiografischen Bezügen zu kollektiven Biografien und Erinnerungen überzugehen.

"Indem die Ausstellung Narrationen, Fotografie, visuelle und konzeptionelle Kunst, Malerei und Performance vereint, schlägt sie eine 'utopische Hermeneutik' sowie eine Sprache vor, in der der 'Queer-Effekt' eine Tür zu einer alternativen Zeit und einem alternativen Ort öffnet, in der die negativen Konnotationen, die traditionell mit Queer und Roma assoziiert werden, in einen Zustand der Befreiung überführt werden", heißt es dazu in der Ankündigung.

Die Ausstellung der gemeinnützigen Stiftung Kai Dikhas ist noch bis zum 11. Januar 2025 im Kunstraum Dikhas Dur (Prinzenstr. 84, 10969 Berlin-Kreuzberg) zu sehen. (cw/pm)


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