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Zaza verzaubert Kassel

Bild: Staatstheater Kassel / Sylwester Pawliczek
  • 15. Oktober 2024

Am Staatstheater Kassel feierte am vergangenen Wochenende das queere Musical "La Cage aux Folles" eine umjubelte Premiere.

"I am what I am!", schleudert die schillernde Dragqueen Zaza in das Scheinwerferlicht und manifestiert damit nicht nur ihre eigene Identität: Seit das Musical "La Cage aux Folles" in den frühen Achtzigern die Bühnen eroberte, wurde das Solo der großen Travestie-Diva weltweit zur selbstermächtigenden Hymne für die queere Bewegung.

Das Erfolgsmusical von Jerry Herman und Harvey Fierstein schlug große Wellen und hat bis heute kaum an Aktualität eingebüßt: Georges ist der Betreiber des frivolen Travestieclubs "La Cage aux Folles" (dt. Ein Käfig voller Narren), in dem sein Lebensgefährte Albin als Zaza täglich den Star des Abends gibt. Jean-Michel, der gemeinsame Sohn des Künstlerpaares, verliebt sich allerdings ausgerechnet in die Tochter eines erzreaktionären Politikers, der die lokale Dragszene zur Zielscheibe erklärt hat. Beim schwiegerelterlichen Kennenlerndinner steht auf der Kippe, wie sehr die eigene Identität für das Familienglück in den Hintergrund geraten muss.

Der südafrikanische Regisseur Matthew Wild verwandelt das Kasseler Staatstheater in den verruchten südfranzösischen Nachtclub, in dem mit tänzerischer Leichtigkeit die Käfigstäbe der sozialen Normalität gesprengt werden. Das bunte Ensemble der "Cagelles" zeigt sich in seinen Einlagen dabei als Sammlung skurriler Persönlichkeiten, ähnlich grotesk poltern aber auch die bürgerlichen Spießer*innen daher. Alles gut gelaunt verpackt im klassischen Broadway-Sound zwischen glitzernder Show und größten Emotionen: "Bonsoir, Bonsoir, Messier-dame! Nur noch Champagner von jetzt an bis zum Finale!"

Das Premierenpublikum feierte die Show mit Standing Ovations. Bis 22. Juni 2025 stehen bereits zahlreiche Aufführungstermine fest. Mehr Informationen und Karten gibt es auf der Homepage der Staatstheaters Kassel. (cw/pm)


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