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Theater mit Musikmaschine ehrt queeres Genie
Bild: Severin Vogel- 30. Oktober 2024
Das Schauspiel "Alan – Mensch Maschine" zeichnet wichtige Momente des bewegten Lebens der schwulen IT-Ikone Alan Turing nach – Anfang November kommt es nach Fulda.
Mittels einer eigens entwickelten Maschine gelang es dem britischen Logiker Alan Turin (1912-1954) nach monatelanger Arbeit, verschlüsselte Funksprüche der deutschen Chiffriermaschine "Enigma" zu decodieren. Durch seinen Einsatz trug er maßgeblich zum Ende des Zweiten Weltkriegs bei. Trotzdem wurden seine Errungenschaften auch nach Kriegsende weiter unter Verschluss gehalten.
1952 kam Turing wegen seiner Homosexualität, damals in ganz Europa noch eine Straftat, vor Gericht. Inzwischen wurde nicht nur die bedeutendste Auszeichnung der Informatik nach ihm benannt, sondern er erhielt ebenso posthum eine offizielle Entschuldigung im Namen der britischen Regierung.
Turings Visionen zu Künstlicher Intelligenz sowie sein eigens dafür entwickelter Turing-Test sind heute aktueller denn je. Das Portmanteau Duo kreierte für das Theaterstück eine Installation, eine Musikmaschine, die gleichzeitig den Soundtrack stellt, als Dialogpartner an der Handlung teilnimmt und als Bühnenbild den Hintergrund für Turings Leben bildet.
Die Produktion der Kulturbühne Spagat München (Regie und Text: Christian Heiß und Thorsten Krohn) gastiert am Montag, den 4. November 2024 um 20 Uhr im Schlosstheater Fulda. (cw/pm)










