https://queer.de/b?4723
"Blue meets Queer" in Regensburg
Bild: PP Oberpfalz- 09. November 2024
Unter dem Motto "Blue meets Queer" lud das Polizeipräsidium Oberpfalz Ende Oktober Vertreter*innen der lokalen LGBTI-Community zu einem Austausch ein.
Hintergrund dieses Treffens war, dass die Dunkelziffer queerfeindlicher Hasskriminalität höher liegt als in anderen Bereichen. Ein Grund dafür sind Vorbehalte der queeren Community gegenüber der Polizei. Viele Betroffene fürchten Diskriminierung, wenn sie sich auf der Wache outen.
"Jeder Mensch verdient ein sicheres und offenes Umfeld, unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität", erklärte Polizeipräsident Thomas Schöniger bei der Veranstaltung am 28. Oktober. "Bei Problemen oder Straftaten können sich alle Bürgerinnen und Bürger jederzeit vertrauensvoll an die Polizei wenden. Mit Initiativen wie 'Blue meets Queer' wollen wir Vorurteile abbauen, Vertrauen aufbauen und aktiv zeigen, dass wir für alle da sind."
Im Rahmen des Treffens schilderten Vertreter*innen der LGBTI-Community, dass sie sich zunehmend unsicher fühlen, insbesondere bei eigenen Veranstaltungen. Deshalb wurde eine proaktive Kontaktaufnahme durch die kriminalpolizeiliche Fachberatung vereinbart. Zusätzlich bietet das Polizeipräsidium Oberpfalz der Community auch Schutzmaßnahmen bei öffentlichen Veranstaltungen an, um das Vertrauen in die Polizei zu stärken und das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.
"Als Vertretung der queeren Community haben wir uns sehr über die Einladung des Polizeipräsidenten und den intensiven Austausch im Polizeipräsidium gefreut", sagte Alexander Irmisch, Co-Vorstand beim Verein Queeres Regensburg. "Das Aufeinander zugehen, der gegenseitige Respekt und das Verstehen der Anliegen der queeren Community sind das verbindende Element für die Sicherheit queerer Menschen in der Oberpfalz. Mit dem Austausch wurde nunmehr eine Grundlage für einen weiteren, vertrauensvollen Dialog geschaffen." (cw/pm)










