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"Ein Tag auf dem CSD – besser als ein Leben auf CBD"

Bild: IMAGO / osnapix
  • 13. Januar 2025

Beim Auswärtsspiel auf St. Pauli zeigten Eintracht-Fans am Samstag ein queerfeindliches Banner mit der Aufschrift "CBD statt CSD" – die Heimszene fand bereits in der zweiten Halbzeit die richtige Antwort.

"Ein Tag auf dem CSD – besser als ein Leben auf CBD", schrieben die Pauli-Anhänger*innen mit großen schwarzen Buchstaben auf eine weiße Tapete. CBD steht für den aus der Hanfpflanze gewonnenen entkrampfenden und angstlösenden Wirkstoff Cannabidiol, CSD für den Christopher Street Day.

In einer Stellungnahme reagierte auch der Frankfurter Fußballverein. "Bei Eintracht Frankfurt sind alle Menschen herzlich willkommen, ganz egal welche sexuelle Orientierung sie haben", erklärte Vereinspräsident Mathias Beck. "Wir verurteilen Fanbanner mit queerfeindlichen oder homophoben Inhalten. So etwas hat bei Eintracht Frankfurt keinen Platz." Der Verein nimmt selbst am CSD teil.

Für Entsetzen im Stadion sorgte auch ein zweites Fan-Banner mit der Aufschrift "Eure Toleranz endet an der Spitze der Impfnadel – 5G". Damit sollte offenbar die absurde Verschwörungstheorie kolportiert werden, dass Menschen bei der Corona-Impfung Mikrochips eingesetzt worden seien. Eintracht-Fans sorgten zudem durch das Abrennen von Pyrotechnik für eine Unterbrechung des Spiels.

Die queerfeindliche Entgleisung kommentierte auch der Frankfurter Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour. "Homophobie kann man weder hinter 'halt mal politisch inkorrekt' noch 'Schmähgesang' verstecken", schrieb der ehemalige Grünen-Chef auf X. "Sie ist schlicht asozial. Das hat der Verein von Peter Fischer, Dario Minden und der RegenbogenAdler nicht verdient."

Auch der FC St. Pauli kritisierte das Banner. "Selbstverständlich sind solche queerfeindlichen Äußerungen zu verurteilen und per Stadionordnung am Millerntor verboten", hieß es in einer Stellungnahme gegenüber dem Blog "MillernTon". (mize)


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