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"Queer Spaces": Neue Ausstellung in Düsseldorf

Bild: Landeshauptstadt Düsseldorf / Melanie Zanin
  • 31. Januar 2025

Unter dem Titel "Queer Spaces" zeigt das Stadtmuseum Düsseldorf ab dem 1. Februar bis zum 30. März 2025 eine multimediale Ausstellung mit Arbeiten junger queerer Künstler*innen.

Zu sehen sind Videoarbeiten, Fotografien und Toninstallationen. Die drei beteiligten Künstler*innen setzen sich in ihren Werken mit den Alltäglichkeiten, Hindernissen und Gefühlswelten des Lebens und mit Familienkomplexen auseinander.

Jana Dasenbrock befasst sich in ihren Arbeiten mit Feminismus und Queerness, so auch in der erstmalig präsentierten Werkreihe "Spenderbriefe". Sie reflektiert anhand von Fragebögen, ausgefüllt von Samenspendern, die Hürden einer queeren Familiengründung. Briefe von Spendern sind für alle Menschen über diverse Vermittlungsagenturen im Internet aufrufbar. Diese Informationen dienen als Grundlage ihrer Fotoarbeiten. Akustisch ergänzt werden die Aufnahmen durch eine KI-generierte Lesung ausgewählter Briefe.

Neven Hauswirths interdisziplinäre Praxis beschäftigt sich mit den komplexen Zusammenhängen von Körperempfinden, Identität und Zugehörigkeit. Über den Zugang der Videokunst und immersiven Rauminstallationen widmet sich Hauswirth einer kritischen Reflexion der (emotionalen) Bedingungen von Marginalisierung. Beeinflusst von der Arbeit mit fotografischem Archivmaterial gelingt es ihr Momente der Selbstwahrnehmung, wie beispielsweise frühe Empfindungen von Zufriedenheit/Queer Joy dokumentarisch einzufangen und diese Erfahrungen zum Erleben in den Arbeiten festzuhalten. Arbeiten wie "Sprungturm, Euphoric Waters (2024)" schlagen eine sensible Brücke zwischen den im Dialog mit jungen queeren Menschen eingefangenen Situationen emotionaler Sensibilität und den Betrachtenden. Sie fordern Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung und Verortung der Themen Angst, Zufriedenheit und Inklusion während des Aufwachsens im Kontext von Cis- und Transidentität.

Moritz Krauths künstlerische Praxis kombiniert Fotografie, Video und Performance und nutzt häufig Literatur, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Begriff der Kernfamilie auseinandersetzt. Damit werden soziale Experimente geschaffen, die dann visuell in verschiedene Kanäle übersetzt werden. Die Kunstwerke bewegen sich zwischen Fiktion, Dokumentation und historischen Fakten. Krauth betrachtet Vorgänge in intimen, häuslichen Situationen. Ebenso nimmt er die öffentliche Präsentation der eigenen Person in den Fokus. Er erweitert und verkompliziert die Lesart von Gesellschaft, Individualismus und die Schaffung von Konventionen.

Zwei Arbeiten des Künstlers* werden in der Ausstellung im Stadtmuseum gezeigt: In "The Inconspicuous Cliff" setzt er sich mit dem Thema der Geschwisterliebe vor dem Hintergrund der Romanvorlage "Franziska Linkerhand" von Brigitte Reimann auseinander und montiert sie, im Selbstversuch mit seinem Bruder, zu einer fiktiven Dokumentation über Liebe, Identität und Familie. Die Arbeit "Getting Married in the Morning" kann als nächstes Kapitel dessen verstanden werden. Inspiriert durch Christian Krachts Roman "Faserland" entsteht eine Studie, welche die komplexen Beziehungen innerhalb einer Familie beleuchtet.

Die Eröffnung de Ausstellung "Queer Spaces" im Stadtmuseum Düsseldorf (Berger Allee 2) am Samstag, den 1. Februar 2025 um 16 Uhr ist für alle Interessierten kostenfrei zu besuchen. (cw/pm)


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