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Queere Models mit weißer Maske
Bild: Vlad Zorin- 03. Februar 2025
Unter dem Titel "With Love from France" hat der russischstämmige Pariser Fotograf Vlad Zorin einen Bildband mit intimen Porträts von mehr als 50 Französ*innen mit unterschiedlichen Lebenswegen, Sexualitäten und Schicksalen veröffentlicht.
Die Models reichen von gewöhnlichen Menschen, die Zorin auf der Straße traf, bis hin zu bekannten LGBTI-Aktivist*innen, Sportler*innen und Legenden der französischen Kultur wie dem kultigen Duo Pierre et Gilles. Darüber hinaus enthält das Buch 21 zum Nachdenken anregende Interviews zum Thema Sexualität, die der Fotograf über einen Zeitraum von zwei Jahren auf Reisen und per Anhalter durch Frankreich führte. Der Textteil des Albums beginnt mit einem Essay des Fotografen selbst und wird durch ein kritisches Vorwort von "Têtu"-Chefredakteur Thomas Vampouille ergänzt.
Vlad Zorin wurde im russischen Tscheljabinsk geboren und flüchtete nach Frankreich. Er fotografiert seit seinem 13. Lebensjahr und entwickelte seine künstlerische Sprache durch die Analyse der männlichen Sinnlichkeit im totalitären Russland, was ihn dazu veranlasste, kompromisslose Projekte über die persönliche Freiheit zu schaffen.

Ein charakteristisches Element von Zorins Arbeiten ist die weiße Maske, die für die Held*innen seiner Projekte einen symbolischen Schutz und ein Objekt der Theatralisierung darstellt. Seine einzigartige Perspektive auf die zeitgenössische männliche Sinnlichkeit, seine frühe Selbstdefinition und sein schnelles berufliches Wachstum haben ihn zu einer wichtigen Stimme seiner Zeit gemacht.
Der 185-seitige Bildband "With Love from France" ist zum Preis von 79,90 Euro bei der Wiener Buchhandlung Löwenherz erhältlich.
Erotische Fotografie bezeichnet eine Form der Fotografie, die den menschlichen Körper und zwischenmenschliche Nähe in einer sinnlichen oder ästhetischen Weise darstellt. Sie bewegt sich oft an der Grenze zwischen Kunst und Inszenierung und legt besonderen Wert auf Stimmung, Licht, Ausdruck und Komposition. Im Unterschied zur reinen Aktfotografie steht hier stärker die emotionale oder sinnliche Wirkung im Vordergrund, ohne dass dies zwingend explizit oder freizügig sein muss.
In der Auseinandersetzung mit erotischer Fotografie ist es wichtig, sie im richtigen Kontext zu verstehen: Sie gehört in den Bereich der Erwachsenen und setzt ein verantwortungsvolles, respektvolles Arbeiten voraus. Aspekte wie Einvernehmlichkeit, Privatsphäre und gesetzliche Regelungen spielen eine zentrale Rolle. (mize)











