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Geschichten von Verfolgung und Selbstbehauptung
- 18. Februar 2025
Ein queeres Schicksal aus der NS-Zeit: Johanna "Otto" Kohlmann, Privatfoto aus der Patientenakte der Heil- und Pflegeanstalt Hadamar (Bild: LWV-Archiv, K12 Nr. 1824, Gedenkstätte Hadamar)Vom 21. Februar bis zum 27. März 2025 wird die historisch-dokumentarische Ausstellung "gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945" im Foyer der Abendakademie in Mannheim gezeigt.
Die Ausstellung wurde von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld erarbeitet und erstmals im Deutschen Bundestag präsentiert (queer.de berichtete). Sie macht deutlich, wie das Leben vieler queerer Menschen gebrochen und zerstört wurde. Sie beleuchtet gleichzeitig, wie verbliebene Handlungsspielräume im Alltag genutzt wurden. Erzählt werden keineswegs nur Verfolgungsgeschichten, sondern auch Wege der Selbstbehauptung in einer widrigen Lebensrealität. Die Beschäftigung mit den Erfahrungen früherer Generationen ermöglicht die Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Situation.
Mit einer Vernissage wird die Ausstellung "gefährdet leben" bereits am Donnerstag, den 20. Februar um 18:30 Uhr mit Grußworten von Susanne Deß, Geschäftsführerin der Mannheimer Abendakademie, und von Bürgermeister Thorsten Riehle (SPD) eröffnet. Helmut Metzner, geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, wird aus den Erfahrungen der Entstehung und der bisherigen Stationen der Ausstellung berichtet. Darüber hinaus gibt es einen Auftritt des schwulen Männerchors RosaKehlchen.
Zur Ausstellung gibt es auch ein umfangreiches Begleitprogramm (Flyer als PDF). (cw/pm)
















