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Fotografische Hommage an Resilienz und Identität
Béla Váradi: Roo Giving a Flower to a Little Girl, aus der Serie "Sorry, but I'm Not Sorry", 2023, Fotografie auf Papier, 59 x 42 cm © Stiftung Kai Dikhas und Béla Váradi- 25. Februar 2025
Die Kunstbrücke am Wildenbruch in Berlin-Neukölln zeigt im kommenden Monat die beeindruckende Fotoserie "Sorry, but I'm Not Sorry – Queer Imagination" von Béla Váradi.
In unserer Gesellschaft wird der Konsum visueller Informationen oft von Algorithmen geprägt, die eine einseitige Darstellung fördern. Diejenigen, die von den strukturellen Ungleichheiten profitieren, kontrollieren häufig die Verbreitung dieser Bilder und verstärken bestehende Stereotypen und Interpretationen. Wie kann die Fotografie einseitige Wahrheiten in Frage stellen, insbesondere in Bezug auf die Identität?
Gesellschaftliche Normen fördern oft das Festhalten an Dichotomien, meiden Ambivalenzen und führen zu Fehlinterpretationen. Béla Váradis lebendige Fotoserie "Sorry, but I'm Not Sorry" stellt diese Stereotypen jedoch in Frage, indem er den Weg von queeren Personen innerhalb der Gemeinschaft der Sinti*zze, Rom*nja und Traveller*innen zeigt, die mit Stolz "beide" Aspekte ihrer Identität annehmen.
Diese dynamische Interaktion bedeutet, dass Fotografien keine statischen Dokumente der Wahrheit sind, sondern vielmehr Ausdruck verschiedener Realitäten. "Sorry, but I'm Not Sorry" ist eine fotografische Hommage an Resilienz und Identität, die es uns ermöglicht, von individuellen oder autobiografischen Narrativen zu kollektiven Biografien und Erinnerungen überzugehen.
Die Ausstellung wird am Samstag, den 1. März 2025 um 16 Uhr in der Kunstbrücke am Wildenbruch (Weigandufer, Ecke Wildenbruchbrücke) in Berlin-Neukölln eröffnet und ist dort anschließend bis zum 30. März zu sehen. Sie findet im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem EMOP Festival statt. Der Eintritt ist frei.
Die Kunstbrücke am Wildenbruch ist eine historische Toilettenanlage, die im Sommer 2021 zu einem in Berlin einmaligen, experimentellen Kulturtort umgebaut wurde. (cw/pm)










