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Schwule Kunst – inspiriert von der Höhlenmalerei

Erich Paproth, o.T., ca. 1980, Kreide auf Karton, Ausschnitt (Foto: Jan Künemund)
  • 24. März 2025

In der neuen Ausstellung "Spuren" würdigt das Schwule Museum Berlin noch bis zum 16. Juni 2025 den vielseitigen Künstler, Kurator und Mäzen Erich Paproth (1955-2017).

In den 1980er Jahren setzte sich Paproth intensiv mit dem Thema Sexualität auseinander, insbesondere mit seiner eigenen Homosexualität. Inspiriert vom Expressionismus, den "Jungen Wilden" und der italienischen Transavantgarde schuf er Werke, die persönliche und gesellschaftliche Tabus hinterfragten. Später ließ er sich von der frühgeschichtlichen Höhlenmalerei inspirieren und fand zu abstrakteren Bildsprachen. Die komplizierten Verbindungen von Vergangenheit und Gegenwart wurden zu einem zentralen Thema seiner Kunst. Dabei nutzte er die Spuren der Zeit – Zerstörung und Vergänglichkeit – und experimentierte mit Techniken wie dem Ätzen, Patinieren oder dem Einsatz von Feuer und Säuren.

Erich Paproth starb 2017 überraschend im Alter von nur 61 Jahren. Sein vielseitiges Werk und sein Engagement für die Kunst bleiben jedoch lebendig. Diese Ausstellung bietet einen Einblick in sein facettenreiches Schaffen und lädt dazu ein, sein künstlerisches Erbe zu entdecken und zu würdigen.

Die Ausstellung "Spuren" ist auch ein Dank dafür, dass er dem Schwulen Museum testamentarisch sein gesamtes Vermögen vermacht hat. Seinem Wunsch gemäß ermöglichte seine großzügige Zuwendung die Gründung einer Stiftung, die sich der Förderung queerer Kunst und Kultur widmet. (cw/pm)


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