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Senat startet Kampagne "Inter*Leben in Berlin"
- 01. April 2025

An 250 Orten im gesamten Berliner Stadtgebiet sorgen seit Dienstag Plakate mit Porträts intergeschlechtlicher Berliner*innen für mehr Sichtbarkeit dieses Teils der queeren Community.
Mit der Kampagne "Inter*Leben in Berlin" will die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung über Intergeschlechtlichkeit aufklären. Die Fotografin Anja Weber hat dafür die vier inter Personen Luan, Lynn, Nadya und Syn porträtiert. Die Poster sind bis zum 27. April in der Hauptstadt zu sehen.

Nach Angaben des Senats ist etwa jeder 60. Mensch in Berlin ist intergeschlechtlich, hat also angeborene körperliche Merkmale, die sich nicht (nur) weiblich oder (nur) männlich einordnen lassen. "Zu Intergeschlechtlichkeit sind noch immer viel Unwissen und Fehlannahmen verbreitet", heißt es in einer Pressemitteilung zur Kampagne. "Das erschwert es, Diskriminierung und Teilhabehürden abzubauen, die Gesundheitsversorgung für inter* Menschen zu verbessen oder intergeschlechtlichen Kindern ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen."
Senatorin Cansel Kiziltepe bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre Bereitschaft, Gesicht zu zeigen. "Mir ist es wichtig, dass intergeschlechtliche Menschen ohne Angst und Scham in Berlin leben können", erklärte die SPD-Politikerin. "Sie sind Teil dieser Stadt und gestalten sie aktiv mit."

Die Kampagne "Inter*Leben in Berlin" ist eine Maßnahme des Berliner LSBTIQ+ Aktionsplans 2023. Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Bestellen und Downloaden von Plakaten und Postkarten gibt es auf der Homepage des Senats.
Erst seit 2021 sind Operationen, die dazu dienen, das körperliche Erscheinungsbild eines Kindes mit Variationen der Geschlechtsmerkmale an das des männlichen oder weiblichen Geschlechts anzugleichen, gesetzlich verboten. So sollen die körperliche Selbstbestimmung intergeschlechtlicher Menschen geschützt und schwerwiegende gesundheitliche Folgen aufgrund normierender Eingriffe ohne Einwilligung der Betroffenen verhindert werden. (cw/pm)

















