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"Wir wollen nicht, dass es wieder passiert"
Bild: IMAGO / ABACAPRESS- 19. Mai 2025
Zum IDAHOBIT wurde am Samstag in Paris ein neues Denkmal für die lange ignorierten queeren Opfer des deutschen Naziregimes eingeweiht.
Der massive Stahlstern, der vom französischen Künstler Jean-Luc Verna entworfen wurde, befindet sich im Herzen der französischen Hauptstadt in einem öffentlichen Park in der Nähe der Place de la Bastille. Das Mahnmal soll die Erinnerung wachhalten und Diskriminierung bekämpfen, sagte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo bei der feierlichen Zeremonie: "Historische Anerkennung bedeutet zu sagen: 'Das ist passiert' und 'Wir wollen nicht, dass es wieder passiert'."
Der große Sternenstab, der auf dem Boden liegt, symbolisiere die "schwarze Seite vor uns, die uns zwingt, uns zu erinnern", erklärte Verna. "Zu bestimmten Tageszeiten wirft er einen langen Schatten auf den Boden, der an die Gefahren erinnert, die leider drohen." Die andere Seite des Sterns ist silbern und spiegelt den Himmel wider. Sie stelle "die Farbe der vergehenden Zeit dar, wobei sich der Pariser Himmel so schnell bewegt wie die öffentliche Meinung, die sich jeden Moment ändern kann", so der queere Künstler.
Historiker*innen schätzen, dass zwischen 5.000 und 15.000 homosexuelle Menschen während des Zweiten Weltkriegs vom Nazi-Regime aus ganz Europa deportiert wurden. Jacques Chirac war 2005 der erste Präsident Frankreichs, der diese Verbrechen anerkannte und einräumte, dass queere Personen "gejagt, verhaftet und deportiert" wurden. (cw)

















