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Homoerotik und Philosophie: Diese Ringer dürfen keinen Sex haben

Bild: Miguel Lopez Polo
  • 09. Juni 2025

Der spanische Fotokünstler Miguel Lopez Polo besucht seit mehreren Jahren eine traditionsreiche Ringerschule in der indischen Stadt Pune. Jetzt sind seine beindruckenden Bilder in Berlin zu sehen.

Lopoz Polo gelangen ungewöhnlich intime Einblicke in den Alltag der Kämpfer, ihren Sport und ihr Leben. Mit einfühlsamen Bildern hält er die Männer bei ihrem Training und ihren Kämpfen ihrer aussterbenden Sportart fest, bei der sich körperliche Kraft, Lebensphilosophie und Glaube vereinen.

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In Kushti finden die lokale indische Traditionen des Ringens, die auf das 5. Jahrhundert zurückgehen, mit persischen Einflüssen aus der Mogulzeit zusammen. Kushti ist ein Sport mit strengen Regeln für den Alltag. Die Kämpfer leben und trainieren gemeinsam in einer Ringerschule. Gemäß der Samkhya-Philosphie halten sie sich an eine besondere Diät und verzichten auf Sex, Rauchen und Alkohol.

Die beeindruckenden Fotos sind noch bis zum 2. Juli 2025 in der Galerie Gustav von Hirschheydt (Wielandstraße 31, 10629 Berlin-Charlottenburg) zu sehen.

Direktlink | Miguel Lopez Polo im Gespräch mit Galerist Michael von Hirschheydt
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Die Sportart Ringen ist eine der ältesten Wettkampfformen der Welt und reicht bis in die Antike zurück. Ziel ist es, den Gegner durch verschiedene Grifftechniken zu kontrollieren und schließlich mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen. Ringen ist heute eine olympische Disziplin und wird vor allem in den Stilarten Freistil und Griechisch-Römisch ausgeübt. Während beim Freistil der ganze Körper eingesetzt werden darf, sind beim griechisch-römischen Stil nur Angriffe oberhalb der Gürtellinie erlaubt.

Neben Kraft und Ausdauer erfordert Ringen auch Technik, Schnelligkeit und taktisches Geschick. Die Sportart fördert Körperbeherrschung und Disziplin und wird weltweit sowohl im Amateur- als auch im Leistungssport betrieben. Besonders in Ländern mit langer Ringertradition genießt sie große Popularität und ist ein wichtiger Bestandteil der Sportkultur. (mize)


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