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Transidentität und die emotionale Kraft von Sprache und Bild
Bild: Linn Schiffmann- 25. Juni 2025
Die Städtische Galerie Dortmund im Torhaus Rombergpark zeigt im kommenden Monat die queere Ausstellung "#tofacetransvoice".
Mit der Schau präsentiert die Dortmunder genderqueer Künstler*in Linn Schiffmann (Neopronomen: dey/dem/deren) ein berührendes und visuell vielschichtiges Gemeinschaftsprojekt mit dem trans-männlichen Dichter Dalton Harrison aus Leeds (UK). Die beiden Künstler*innen arbeiten seit 2023 zusammen und erforschen in ihrer Kooperation die emotionale Kraft von Sprache und Bild im Kontext von Transidentität und queerer Erfahrung.
Gezeigt werden rund zehn Gouache-Arbeiten auf Leinwand, entstanden zwischen 2023 und 2025. Die Werke sind speziell für dieses Projekt entwickelt worden und verbinden Malerei mit lyrischen Textfragmenten. Sie fangen die Emotionen ein, die Harrisons Gedichte durchziehen – Schmerz, Sehnsucht, Selbstbehauptung, Freude – und übersetzen sie in ausdrucksstarke Bildsprache.
Zwei zentrale Arbeiten der Serie – "T-Boy Swag" und "Levelling Up" – waren bereits im Gustav-Lübcke-Museum im Rahmen einer Gruppenausstellung zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotografien und Skizzen, die Linn Schiffmann während zweier Arbeitsaufenthalte in Leeds angefertigt hat. Diese geben Einblicke in den Entstehungsprozess und dokumentieren die künstlerische wie persönliche Auseinandersetzung mit Daltons Lebenswelt.
Ein besonderes multimediales Element der Ausstellung sind die Gedichte von Dalton Harrison, die nicht nur zu lesen, sondern auch über QR-Codes als Audioaufnahmen (auf Englisch) zu hören sind – von Dalton selbst eingesprochen. So erhält das Publikum unmittelbaren Zugang zu Stimme, Rhythmus und Intimität seiner Sprache.
Die Ausstellung "#tofacetransvoice" wird am Sonntag, den 6. Juli 2025 um 11 Uhr in der Städtischen Galerie Dortmund (Torhaus Rombergpark, Am Rombergpark 50) eröffnet und ist dort anschließend bis zum 27. Juli 2025 zu sehen. (cw/pm)















