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Das erste queere Werk im Osthaus Museum
Alexander Mogilewski, Zwei Paare in arkadischer Landschaft, um 1910, Öl auf Karton, Leihgabe Deutsches Tanzarchiv Köln Nachlass Alexander Sacharoff (Foto: Charlien Schmitt / Stadt Hagen)- 27. Juni 2025
Als Hommage an Karl Ernst Osthaus und den von ihm geförderten queeren Tänzer Alexander Sacharoff (1886-1963) hat das Osthaus Museum in Hagen ein Werk des ukrainischen Malers Alexander Mogilewski (1885-1980) in seine Dauerausstellung aufgenommen.
Mogilewskis Gemälde, das aus dem Nachlass Alexander Sacharoffs stammt, zeigt ein schwules und ein lesbisches Paar in einer arkadischen Landschaft. Das Nild ist eine frühe Hommage an die gleichgeschlechtliche Liebe und repräsentiert die relative Offenheit der Münchner wie Hagener Avantgarde-Zirkel vor mehr als hundert Jahren.
Mogilewski gehörte, wie Alexander Sacharoff, zur 1909 in München gegründeten Neuen Künstlervereinigung München, aus der 1911 der Künstler*innen-Kreis "Der Blaue Reiter" entstand. Der – wie Mogilewski im ukrainischen Mariupol geborene – Sacharoff war die schillerndste Figur des Kreises: Bei seinen Auftritten tanzte er sowohl in Männer- als auch in Frauenkleidern, in denen er sich auch in Münchner Bohème-Kreisen zeigte. Seit 1911 lud Karl Ernst Osthaus Sacharoff immer wieder ein, in Hagen zu tanzen. (mize/pm)
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