Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?4967

Erste Verleihung des Preises für queere Vielfalt in Tempelhof-Schöneberg

Bild: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
  • 10. Juli 2025

Als erster Berliner Bezirk hat Tempelhof-Schöneberg am 3. Juli 2025 einen Preis für queere Vielfalt verliehen – Preisträgerin Manuela Kay hatte jedoch keine Zeit, ihn entgegenzunehmen.

Mehr als 120 Gäste aus Zivilgesellschaft, Community, Kirche und Politik nahmen an der feierlichen Premiere im Willy-Brandt-Saal des Rathauses Schöneberg teil. Eingeladen hatte das Bezirksamt auf Grundlage eines Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung. Mit dem Preis sollen jedes Jahr Personen, Projekte oder Initiativen ausgezeichnet werden, die sich mit besonderem Engagement für Sichtbarkeit, Teilhabe und Rechte von queeren Menschen im Bezirk einsetzen. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert.

Bereits zur ersten Ausschreibung wurden 15 Vorschläge aus der Community eingereicht. Fünf der eingereichten Persönlichkeiten und Projekte wurde von einer Jury aus Mitgliedern des Ausschusses für Frauen, Queer- und Inklusionspolitik sowie Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann (Grüne) ausgewählt und vorgestellt.

Aus dieser Auswahl bestimmte die Jury schließlich auch die erste Preisträgerin: Manuela Kay, eine der profiliertesten Persönlichkeiten der queeren Medienlandschaft Deutschlands. Seit fast vier Jahrzehnten setzt sie sich als Journalistin, Verlegerin von "Siegessäule" und "L-Mag", Filmemacherin, Kuratorin und Aktivistin für lesbische Sichtbarkeit, Diversität und intersektionale Gerechtigkeit ein. Sie kuratierte unter anderem 1999 die Ausstellung "Nobody is perfect" im Schwulen Museum Berlin und veröffentlichte mehrere Fachbücher zur lesbischen Kultur und queeren Sexualität.

Manuela Kay war am Abend der Verleihung leider verhindert – der Preis wurde stellvertretend entgegengenommen.


Gruppenbild ohne Preisträgerin (Bild: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg)

"Mit der Einführung des Preises unterstreicht Tempelhof-Schöneberg seinen Anspruch, queeres Leben nicht nur zu fördern, sondern strukturell sichtbar zu machen", heißt es in einer Pressemitteilung des Bezirks. "Kein anderer Berliner Bezirk beheimatet so viele queere Beratungsstellen, Projekte und Initiativen. Die queere Geschichte rund um den Nollendorfkiez, das Wirken von Magnus Hirschfeld oder die Eldorado-Bar der 1920er Jahre prägt den Bezirk bis heute – ebenso wie die gelebte Vielfalt der Gegenwart."

Die Verleihung des Preises sei nicht nur eine einmalige Anerkennung, sondern "der Beginn einer neuen Tradition", erklärte das Bezirksamt. "Wer queere Vielfalt stärkt, der stärkt unsere Demokratie und zeigt Haltung in Zeiten, in denen dies nicht selbstverständlich ist", so Bezirksbürgermeister Oltmann. "In Tempelhof-Schöneberg ist queeres Leben nicht Beiwerk, sondern prägt unseren Bezirk in seiner ganzen Vielfalt." (cw/pm)


-w-
-w-


Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich News aus der queeren Welt sowie über anstehende Termine auf dem Laufenden.