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Christoph Marti und Tobias Bonn als Angela Merkel und Joachim Sauer
Foto: Michael Petersohn / Gestaltung: Florian Dengler- 10. August 2025
Am Montag beginnen in Berlin die Proben zur Krimikomödie "Miss Merkel – Mord in der Uckermark". Für seine Inszenierung hat Martin Woelffer die Urbesetzung der Geschwister Pfister engagiert.
Die Krimikomödie beruht auf dem Bestseller von David Safier. Sie spielt in Klein-Freudenstadt in der Uckermark: Einst war Angela Merkel die mächtigste Frau der Welt. Nun ist sie Rentnerin und freut sich auf Ruhe und Erholung. Gemeinsam mit ihrem Ehemann möchte sie den Lebensabend genießen und ihre geliebte Uckermark zu Fuß erkunden – ohne Trump, Putin und andere Irre. Sie trifft angenehme und weniger nette Zeitgenoss*innen und lässt sich mit ihrem Mann auf eine Party einladen, bei der die beiden zusammen Walzer tanzen. Als Philipp Freiherr von Baugenwitz vergiftet in einem von innen verriegelten Schlossverlies gefunden wird, ist schnell klar: Der Mörder hat die Rechnung ohne die Ex-Kanzlerin gemacht. Unermüdlich im Kampf für Gerechtigkeit, nimmt Miss Merkel – gemeinsam mit Mann und Bodyguard – die nicht ganz ungefährlichen Ermittlungen auf. Ihr Motto dabei: "No risk, no fun."
Für seine Inszenierung hat Martin Woelffer die Urbesetzung der Geschwister Pfister engagiert. Das heißt: Neben Christoph Marti und Tobias Bonn stehen auch Max Gertsch und Lilian Naef auf der Bühne. Ebenfalls dabei sind Winnie Böwe, Adisat Semenitsch, Ida Dobrenz und Matthias Britschgi.
"Ursprünglich wollten Katharina Thalbach und ich zusammen mit Christoph Marti und Tobias Bonn ein 'Miss Marple'-Stück machen, doch dann wurde aus Miss Marple Miss Merkel", sagt Woelffer. "Christoph Marti und sein Lebensgefährte Tobias Bonn waren von Anfang an als Miss Merkel und ihr Mann Joachim Sauer gesetzt. Wir drei sind dann auf die Idee gekommen, dass die Handlung Musik vertragen könnte. Hierzu haben wir Thomas Pigor und Johannes Roloff mit ins Boot geholt."
Über die Figur der Miss Merkel sagt Christoph Marti: "Bei der Entwicklung der Figur haben wir uns natürlich auch mit deren Körper beschäftigt. Das war der Kostümbildnerin Sandra Klaus sehr wichtig. Fast mantraartig hat sie gesagt: 'Wir müssen diesen Körper ernst nehmen.' Und das ist ihr sehr gut gelungen. Die perfekten Perücken sind das Sahnehäubchen. Da braucht es kaum noch Make-up. Die Zuschauer sollen aber auf keinen Fall eine Parodie erwarten. Ich will in der Rolle frei sein und von mir ausgehen können."
Die Uraufführung findet am 21. September im Ernst-Reuter-Saal statt. Karten sind bereit unter komoedie-berlin.de erhältlich. (cw/pm)











