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Die tabuisierte Sexarbeit bekommt ein Gesicht
Bild: Tim Oehler- 26. August 2025
Eine neue Ausstellung in Berlin gibt Einblick in den Alltag von Sexarbeiter*innen.
"Sex-Workers – Das ganz normale Leben" – so heißt der starke Bildband (Amazon-Affiliate-Link ), in dem der Fotograf Tim Oehler 30 Sexarbeiter*innen porträtiert. 30 Menschen, die als Escort, als Fetisch-Ärztin oder Bondage-Meister tätig sind. Eine Auswahl dieser beeindruckenden Fotos und Texte präsentiert seit vergangener Woche das Berliner Münzenberg Forum.
"Urteile nicht über ein Leben, dass Du nicht selbst gelebt hast." Das steht in großen Lettern auf einer der Einleitungsseiten des Bildbands und gibt als Grundmotiv die Richtung vor: Tim Oehler zeigt die auch queeren Protagonist*innen in ehrlichen, niemals voyeuristischen Aufnahmen. Die tabuisierte Sexarbeit bekommt ein Gesicht. Respektvoll und offen.
Jede*r Akteur*in wird im typischen Arbeitsumfeld gezeigt, aber auch Einblicke in das Privatleben sind zu sehen. Da wird gekocht und eingekauft, ein Kinderfahrrad repariert oder mit dem Hund spaziert. Das ganz normale Leben eben.
In sehr persönlichen Texten schildern die Teilnehmer*innen ihre Sicht auf die Sexarbeit und ihr jeweiliges Selbstverständnis in dieser diversen Branche. Sie wünschen sich, dass ihre Perspektive dazu beiträgt, den stigmatisierenden Umgang mit der Sexarbeit zu überwinden. Miteinander reden, nicht übereinander. Das ist der Weg zu mehr Wertschätzung.
Die Ausstellung ist noch bis zum 21. September 2025 im Münzenberg Forum (Franz-Mehring-Platz 1, Berlin-Friedrichshain, Mo-So 10-19 Uhr) zu sehen. Der Eintritt ist frei. (cw/pm)
Links zum Thema:
» Der Bildband "Sex-Workers – Das ganz normale Leben" bei amazon.de
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