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Pionier*in einer queer-feministischen und trans Gegenkultur

Ashley Hans Scheirl, Neoliberal Surrealist, 2019 Acryl auf Leinwand, 180 × 240 cm (Foto: Johannes Stoll / Belvedere, Wien © Ashley Hans Scheirl)
  • 16. September 2025

Eine große Werkschau von Ashley Hans Scheirl in Wien spannt einen Bogen von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart mit neuen, speziell für die Ausstellung produzierten Arbeiten.

Seit den späten 1970er-Jahren hat Ashley Hans Scheirl ein beachtlich diverses Œuvre entwickelt. Mit Filmen, die meist auf Super8 gedreht wurden, gehört der*die heute international renommierte Künstler*in zu den Pionier*innen einer queer-feministischen und trans Gegenkultur. Scheirls zwanzigjährige Film-, Performance- und Soundpraxis kumulierte in den beiden experimentellen Spielfilmen "Rote Ohren fetzen durch Asche aka Flaming Ears" (1992) und "Dandy Dust" (1998).

In den 1990er Jahren rückte die Malerei ins Zentrum. In Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte und unter Einbeziehung unterschiedlicher Genres wird nun die Frage nach der Identität malerisch untersucht. Abstrakter Expressionismus trifft auf Fotorealismus, dunkle Romantik auf Pop Art, Bad Painting auf Surrealismus. Wichtige Referenzen sind der Splatterfilm, der Wiener Aktionismus, Donna Haraway und die literarische Pornografie Georges Batailles.

Für Scheirl ist ihre*seine Arbeit eine Satire auf das inzwischen surreal anmutende neoliberale Wirtschaftssystem, die mit bissigem Humor die soziale Konstruktion von Gender, Sexualität und Macht mitbehandelt.

Die Werkschau "Ashley Hans Scheirl – In & Out of Painting*" ist vom 19. September 2025 bis zum 18. Januar 2026 in der Wiener Galerie Belvedere 21 (Arsenalstraße 1, 1030 Wien) zu sehen. (cw/pm)


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