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Einsatz für Frauen und LGBTI: Bundesverdienstkreuz für Elke Prinz
Bild: Bundesbildstelle- 02. Oktober 2025
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch in Berlin 25 Personen anlässlich des Tages der Deutschen Einheit mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet – darunter auch die lesbische Aktivistin Elke Prinz aus Halle.
Seit Ende der 1990er Jahre engagiert sich Prinz im Frauenzentrum Weiberwirtschaft des Vereins Dornrosa in Halle, dessen Vorstandsmitglied sie ist. Der Verein bietet Schutzräume für Mädchen und Frauen, ist Beratungsstelle und ein Ort der Begegnung. Elke Prinz hat dort die sehr umfangreiche Bibliothek mit aufgebaut, organisiert Lesungen und vertritt den Verein bei der wichtigen Gremienarbeit.
Außerdem bringt sie sich als Zeitzeugin zur Situation von lesbischen Frauen in der DDR ein. Um auch möglichst viele junge Menschen zu erreichen, moderiert sie zusätzlich bei einem lokalen Radiosender Beiträge zu frauen- und gleichstellungspolitischen Themen. "Elke Prinz stärkt mit ihrem Engagement ein vorurteilsfreies und demokratisches Miteinander – und das erfordert gerade heute großen Einsatz", teilte das Bundespräsidialamt mit.
Zu den weiteren Geehrten zählen u.a. auch der frühere Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft Philipp Lahm, die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos sowie die Schriftstellerinnen Emine Sevgi Özdamar und Julia Schoch. Der Bielefelder Soziologe und Extremismusforscher Wilhelm Heitmeyer erhielt den Orden für seine wissenschaftliche Arbeit, die Journalistin Anna-Lena von Hodenberg, Gründerin der Beratungsstelle HateAid, wurde für ihren Kampf gegen digitale Gewalt geehrt.
"Sie alle treten mit ihrer Arbeit, ihrem Engagement und ihrer Kunst für Freiheit und Demokratie ein", sagte Frank-Walter Steinmeier in seiner Ansprache. Mit Blick auf den 35. Jahrestag der Deutschen Einheit richtete der Bundespräsident einen eindringlichen Appell an die Menschen in Ost und West. Es müsse alles dafür getan werden, die Demokratie zu bewahren. Er verfolge mit Sorge, dass die politische Mitte immer weniger Rückhalt habe, sagte Steinmeier. Man sehe Wahlerfolge politischer Kräfte, die die Demokratie geringschätzten, deren Institutionen aushöhlen wollten und mit Hass und Hetze politische Debatten vergifteten. Gerade in Zeiten von Krisen und Kriegen brauche Deutschland Menschen wie die Ausgezeichneten, betonte das Staatsoberhaupt. (mize/spot)

















