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Die binären Auffassungen von Mensch und Natur auflösen
Bild: IMAGO / Funke Foto Services- 09. Oktober 2025
Unter dem Titel "Queer Ecology" zeigt das Duisburger Lehmbruck-Museum die neuesten Werke der 1976 in Buenos Aires geborenen Künstlerin Mika Rottenberg.
Die Werke handeln von der Rolle des Menschen in dem stetig wachsenden System des globalen Konsums. Sie zeigen die Absurdität der exzessiven, kapitalistischen Warenproduktion und die prekären Arbeitsbedingungen, insbesondere von Frauen, auf humorvolle, manchmal bissige und sarkastische Weise.
Mit mehr als 30 Arbeiten – Skulpturen, Videos, begehbaren Rauminstallationen, interaktiven Werken sowie ihrem ersten Spielfilm "REMOTE" (2022) – ist es bis heute die international umfassendste repräsentative Präsentation der Künstlerin der letzten zwei Jahrzehnte. Den kommunikativen Mittelpunkt der Ausstellung, die von der Künstlerin speziell für das Lehmbruck-Museum konzipiert wird, bilden die neuen Skulpturen "Lampshares" aus organischen Materialien und recyceltem Plastik, mit denen sie erstmals in ihrem Studio einen Produktionskreislauf realisiert.
Der Titel "Queer Ecology" beschreibt die Verstrickung zwischen Mensch, Technologie und Umwelt und macht Prozesse der Transformation und Fluidität erlebbar. "Queer Ecology" ist ein Weg, die binären Auffassungen von Mensch und Natur aufzulösen und zusammen zu denken: Wie muss sich unser Denken über die Welt und die Materie verändern, um den Folgen des Kapitalismus und wirtschaftlichen Missverhältnissen zu entkommen?
Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Februar 2026 im Lehmbruck-Museum (Friedrich-Wilhelm-Straße 40, 47051 Duisburg) zu sehen. (cw/pm)











