https://queer.de/b?5062
Queer in der Weimarer Republik
Bild: Isabel Machado Rios- 13. Oktober 2025
Am Hamburger Thalia Theater ist noch bis mindestens Mitte November eine gelungene Inszenierung von Klaus Manns Debütroman "Frommer Tanz" zu sehen.
Durch eine offene Auseinandersetzung mit freizügiger und gleichgeschlechtlicher Liebe bricht Manns Werk als einer der ersten Coming-out-Romane seiner Epoche gesellschaftliche Tabus. Es führt uns in die Weimarer Republik, in der Gefühle und Kämpfe einer Generation gegen autoritäre Strömungen zu einem kraftvollen Klang der Befreiung werden.
"Der fromme Tanz" (1926) erzählt von Träumen, Ängsten und Lebenswegen junger Menschen in einer Zeit, die von zahlreichen Krisen und Umbrüchen gezeichnet ist. Ein Schlupfloch finden sie in der Berliner Clubszene – Freiheit und Widerstand scheinen hier noch möglich.
Der israelische Regisseur Ran Chai Bar-zvi, dessen Inszenierungen politische Schärfe mit poetischer Kraft verbinden, hat Klaus Manns ersten großen Prosatext für die Bühne inszeniert. Mehr Eindrücke gibt die unten verlinkte Fotogalerie.
Uraufführung von "Frommer Tanz – Abenteuer einer Jugend" war bereits Ende September 2025. Aufführungen im Thalia Theater gibt es noch am 14., 19., 24. und 31. Oktober sowie am 1., 9. und 16. November. Weitere Vorstellungen sind in Planung. (cw/pm)











