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Sex-Positivity in einer verklemmten Zeit
Bild: Alexander Deeg- 27. November 2025
In Münchens schwul-queerem Zentrum Sub präsentiert der Fotograf Alexander Deeg ab 7. Dezember neue und bekannte Fotos seiner beliebten Serie "Cruising".
In der Reihe "Cruising", die 2021 Premiere hatte, sind bis 2025 um die 50 Fotos entstanden, die Deeg nun in einem Best-of präsentiert, inklusiver einiger neuer Bilder. Der Fotograf zeigt wieder sehr unterschiedliche Männer* aus der Münchner Community an Cruising-Spots. Und es geht wie gehabt lustvoll und originell zu.
Die ersten Ausstellungen der Serie waren noch zusammen mit der S'AG entstanden, der Safety-Aktionsgruppe von Sub und Münchner Aids-Hilfe. Das Präventions-Team macht in der Community mit ihren Aktionen Lust auf Safer Sex und HIV-Test. Alexander Deeg führt das Projekt inzwischen alleine fort.
Große Bedeutung will der Fotograf seinen Werken nicht beimessen. Deeg sagt: "Ich will einfach schöne Bilder von normalen schwulen Männern* zeigen, die Spaß an Nacktheit in der Natur haben." Da geht es auch ein bisschen um Sex-Positivity in einer verklemmten Zeit. Einige weitere – aus Jugendschutzgründen zensierte – Fotos zeigen wir in der unten verlinkten Galerie.
Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, den 7. Dezember 2025 um 19:30 Uhr kommt Alexander Deeg ins Sub in der Müllerstraße 14; Dragqueen Sabine Maultäschle wird ihn dabei begleiten.
Sex-Positivity bezeichnet eine Haltung, die Sexualität als natürlichen und positiven Bestandteil des menschlichen Lebens versteht, solange sie auf Einvernehmlichkeit, Respekt und gegenseitigem Wohlbefinden beruht. Im Zentrum steht die Idee, dass Sexualität individuell sehr unterschiedlich sein kann und nicht moralisch abgewertet werden sollte, solange sie niemandem schadet. Dazu gehört auch, dass Menschen ermutigt werden, offen und ohne Scham über ihre Bedürfnisse, Grenzen und Identität zu sprechen.
Gleichzeitig betont Sex-Positivity die Bedeutung von Aufklärung, Selbstbestimmung und Zustimmung (Consent). Sie steht für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität, der gesellschaftliche Tabus hinterfragt und Vielfalt anerkennt. Dabei geht es nicht um die Förderung bestimmter Verhaltensweisen, sondern um die Akzeptanz unterschiedlicher Lebens- und Ausdrucksformen im Rahmen gegenseitiger Achtung und Sicherheit. (mize)
















