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Als Dragqueen zurück nach Sarajevo

Bild: Natalie Grebe
  • 30. November 2025

Am Nationaltheater Mannheim feierte am Samstag die queere Bühnenproduktion "Miss Sara Jevo" Premiere.

Sie lebt als Teil der queeren Community in Deutschland, doch ihre Heimat war Jugoslawien, ein Land, das es nicht mehr gibt. Die Frage, wie sich diese Welten verbinden lassen, führt die Dragqueen Sara Jevo zurück in ihre Geburtsstadt Sarajevo.

Sarajevo galt einmal als der kulturelle Dreh- und Angelpunkt Jugoslawiens, das für viele der Versuch war, eine gesellschaftliche Utopie von Vielfalt, Solidarität und Unabhängigkeit zu leben. Doch ethno-nationale Bestrebungen brachten diese Utopie zu Fall und überzogen die Region mit grausamen Kriegen, die auch Sara Jevos Familie zur Flucht nach Deutschland zwangen. Jetzt kehrt sie zurück – und das in Drag.

Was bedeutet es, als eine andere in die Heimat zurückzukommen? Und was macht diese Heimat eigentlich aus, wenn sowohl sie als auch wir selbst uns immer wieder verändern?

Nach ihrem erfolgreichen Debüt "Orlando" bringt die Regisseurin Milo Čortanovački mit Ensemblemitglied Sandro Šutalo alias Sara Jevo ein berührendes Solo zwischen dokumentarischer Recherche und glamouröser Drag-Show auf die Bühne. "Miss Sara Jevo" stellt die vielschichtige Frage nach der eigenen Identität als Akt der Befreiung und Rückeroberung der eigenen Geschichte.

Weitere Vorstellungen am Nationaltheater Mannheim gibt es am 6., 19. und 30. Dezember 2025 sowie am 4. und 8. Januar 2026. Weitere Bilder aus der Inszenierung zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. (cw/pm=

Galerie:
Miss Sara Jevo
4 Bilder

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