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Kunstmuseum Basel feiert queere Identitäten
David Paynter: L'après-midi, 1935, Öl auf Leinwand, 99 x 122 cm (Bild: Brighton & Hove Museums)- 21. Januar 2026
Die kommende Ausstellung "The First Homosexuals" im Kunstmuseum Basel widmet sich der frühen Sichtbarkeit gleichgeschlechtlichen Begehrens und der Geschlechtervielfalt in der Kunst.
Anhand von rund hundert Gemälden, Fotografien, Arbeiten auf Papier und Skulpturen beleuchtet die vielschichtige Ausstellung, wie sich ab 1869 – dem Jahr der ersten Nennung des Begriffs "homosexuell" – neue Bilder von Sexualität, Geschlecht und Identität bildeten. Sie öffnet den Blick auf queere Netzwerke, intime Porträts, kodiertes Verlangen, koloniale Verflechtungen und mutige Lebensentwürfe.
Der Begriff "homosexuell" erfuhr seit 1869 einen substanziellen Wandel. Die Debatte über seine Bedeutung reichte von einer universellen Neigung zur gleichgeschlechtlichen Liebe bis hin zur Konzeption eines "dritten Geschlechts". Mit der Zeit bezeichnete der Begriff eine Minderheit, die ihr gleichgeschlechtliches Begehren bejahte – genau das Gegenteil seiner ursprünglichen Intention.
In diesen Jahrzehnten setzten sich Künstler*innen ganz unterschiedlich damit auseinander: Sie porträtierten Freund*innen und Liebhaber*innen, hielten den Alltag von Paaren fest oder experimentierten mit Geschlechterrollen. Die Kunst bot ihnen dazu Freiräume und Mittel, um auszudrücken, wofür es noch keine richtige Sprache gab. Einige Beispiele zeigen wir in der unten verlinkten Galerie.
Das Kunstmuseum Basel zeigt die Ausstellung "The First Homosexuals – Die Entstehung neuer Identitäten 1869-1939" vom 7. März bis zum 2. August 2026. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)











