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Porträts aus der queeren Community

  • 15. Februar 2026
Catherine Opie: Pig Pen, 1993 © Catherine Opie – Courtesy die Künstlerin / the artist; Regen Projects, Los Angeles; Lehmann Maupin, New York, Hong Kong, London, and Seoul; Thomas Dane Gallery & Peder Lund, Oslo

Im Kasseler Kunstmuseum Fridericianum wurde am Freitag die erste institutionelle Einzelausstellung von Catherine Opie in Deutschland eröffnet.

Die Fragen, was einen Menschen ausmacht, welche Einflüsse ihn zu dem formen, was ihn charakterisiert, wie eine Loslösung von den determinierenden gesellschaftlichen Prägungen möglich ist und welche alternativen Lebensentwürfe realistische Optionen sein könnten, bilden den zentralen Rahmen für das Schaffen von Catherine Opie. Seit den frühen 1990er Jahren arbeitet die Künstlerin an einem komplexen Werk, das insbesondere Fotografien, aber auch Filme, Kunstbücher und Installationen umfasst. Jenseits der Norm zeigt es auf Vielfalt angelegte Antwortmöglichkeiten auf.

Opie, die 1961 in Sandusky, Ohio, geboren wurde und heute in Los Angeles lebt, knüpft dabei an die Traditionen der sozialorientierten Fotografie des 20. Jahrhunderts an und unterzieht sie einer weitsichtigen, einfühlsamen Aktualisierung. Damit einhergehend begründet sie eine ganz eigene Bildsprache und -ästhetik, wodurch sie – zusammen mit der gesellschaftlichen Relevanz ihrer Themen – zu den einflussreichsten Positionen der Gegenwart zählt.

Die Ausstellung mit dem Titel "The Pause That Dreams Against Erasure" im Fridericianum läuft parallel zur Schau der Künstlerin in der National Portrait Gallery in London. Die Präsentation ist von Opie als ortsspezifische Setzung angelegt, in der sie in einen Dialog mit der Architektur und Geschichte des historischen Gebäudes tritt. Gezeigt werden zentrale Werkgruppen aus einem Zeitraum von über dreißig Jahren: von den frühen Porträtaufnahmen aus der queeren Community über fotografische Serien, die Landschaften als Resonanzräume für Identität, Hoffnungen und Traumata erkunden, bis hin zu den Dokumentationen von Bewegungen wie Black Lives Matter oder von Protestmärschen im Kontext der Präsidentschaft von Donald Trump.

Die Ausstellung "The Pause That Dreams Against Erasure" ist noch bis zum 19. Juli 2026 im Fridericianum zu sehen. (cw/pm)


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