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So queer war Wrestling noch nie
Bild: Julia Schwendner- 23. Februar 2026
Die neue Drag-Wrestling-Show von Choke Hole feiert vom 26. bis 28. Februar 2026 Europa-Premiere in Hamburg – unsere Fotos zeigen, was euch erwartet!
Eine Woche nach der Weltpremiere in New Orleans wird mit dem neuen Stück "Choke Hole TV: Live and Uncut" die große Bühne auf Kampnagel zum vierten Mal zum queeren Wrestling-Spektakel. Zwischen Sci-Fi, Glamour und Wrestling-Exzess entsteht ein eskalatives Theater der Transformation: laut, glitzernd, politisch und radikal queer.
In ihrer neuen Show explodiert der Heimatplanet der Alien-Medienmogulin Gorlëënyah live im Fernsehen. Mit Hilfe ihres AI-Sex-Bots Visqueen startet sie ihr Wrestling-Imperium auf der Erde neu. Doch es wird bedroht von einem rachsüchtigen Ex-Contestant und einem eifersüchtigen Milliardär.
Choke Hole entstand 2018 in einem Lagerhaus in New Orleans als anarchisches Spektakel aus Drag, Camp und Chaos. Seitdem hat sich das Projekt zu einem weltweiten Phänomen entwickelt, was die vergangenen ausverkauften Vorführungen auf Kampnagel eindrucksvoll belegen. Die Gruppe kombiniert Drag, Wrestling und Aktivismus zu einer einzigartigen Performance, die innerhalb weniger Jahre internationale Aufmerksamkeit erlangt hat. Auf Kampnagel bieten sie erneut einen Abend, der konventionelle Theaterbilder sprengt und queere Gemeinschaft zelebriert.
Das Stück versteht sich zugleich als politisches Statement. Es geht über die Kritik an einem homophoben, patriarchal geprägten Wrestlingsport hinaus und liefert eine aktivistische Antwort auf den wachsenden Ruf nach Rückkehr zu traditionellen Geschlechterrollen. In einer überzeichneten, apokalyptischen Arena werden Machtstrukturen angegriffen und festgefahrene Gender-Stereotype zerschmettert. Durch vollen Körpereinsatz und extravagante Kostüme reagiert die Aufführung auf eine Gesellschaft, die queere Identitäten zunehmend hinterfragt. Damit leistet das Projekt vor allem Queer-Community-Arbeit: Es schafft Raum für ein Publikum, der sonst immer weiter zu verschwinden droht.
Mehr Infos zum Stück und Karten gibt es auf kampnagel.de. Weitere Fotos zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. (cw/pm)











