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Homoerotisch aufgeladen – und doch subtil und sensibel
Bild: Stefan Miteff- 18. März 2026
Vor 13 Jahren zog es den schwulen Maler Stefan Miteff aus Berlin weg in die Einsamkeit Nord-Bulgariens. Nun kehrt er in die deutsche Hauptstadt zurück und zeigt seine zuletzt entstandenen Bilder.
Unter dem programmatischen Titel "No Fucking NFT" setzt Miteff ein bewusstes Zeichen für die unersetzbare physische Präsenz der Malerei. In seinem Oeuvre dominiert die plastische Darstellung männlicher Vielfalt. Drastische Pinselführung und feine Linien erschaffen sinnliche Momentaufnahmen. Auf den ersten Blick oftmals homoerotisch aufgeladen, ist das sexuelle Plakative bei ihm immer auch subtil und sensibel.
Die aktuellen Gemälde zeigen eine intensivierte, emotionale Bildsprache – kraftvoll, unmittelbar und vielschichtig. In freien, gestischen Bewegungen entfaltet sich eine Malerei, die auf Materialität, Spur und Überlagerung setzt. Schicht um Schicht entstehen dichte, atmosphärische Räume, in denen Erinnerung, Energie und Haltung spürbar werden.
"No Fucking NFT" ist ein klares Bekenntnis zur Authentizität des Analogen – roh, malerisch und von innerer Dringlichkeit getragen. Eine Einladung zur direkten, unvermittelten Begegnung mit Farbe, Leinwand und Präsenz.
Die Ausstellung wird am Donnerstag, den 2. April 2026 um 18 Uhr im Buchladen Eisenherz (Motzstraße 23, Berlin-Schöneberg) eröffnet und ist dort anschließend den gesamten Monat über zu sehen. Der Eintritt ist frei. (cw/pm)
Links zum Thema:
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