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Pride-Fahnen verboten? Es geht auch anders!
- 10. April 2026
Bild: Will HeatterNach einem neuen Gesetz ist im US-Bundesstaat Idaho das Hissen von Pride-Fahnen an öffentlichen Gebäuden untersagt. In der demokratisch regierten Hauptstadt Boise hat man nun einen anderen Weg gefunden, um Solidarität mit der LGBTI-Community zu zeigen.
Nachdem der republikanische Gouverneur Brad Little die vom Senat beschlossene "House Bill 561" unterzeichnet hatte, ließ Bürgermeisterin Lauren McLean die bislang am Rathaus wehende Regenbogenflagge zunächst abnehmen – andernfalls hätte der Kommune eine Geldstrafe von 2.000 US-Dollar pro Tag und pro Flagge gedroht. Stattdessen ließ McLean jedoch die Fahnenmasten vor dem Gebäude mit großflächigen Folien in den Farben der sogenannten Progress-Pride-Flagge umhüllen. Die Installationen reichen fast bis zu den eigentlichen Fahnen hinauf, ohne selbst als Flaggen zu gelten.
Das neue Gesetz in Idaho erlaubt nur noch eine begrenzte Auswahl offiziell zugelassener Flaggen an staatlichen und kommunalen Gebäuden, etwa die Flagge der Vereinigten Staaten, Bundesstaatsflaggen oder bestimmte kommunale Flaggen. Der Vorstoß der republikanischen Mehrheit im Senat zielte insbesondere auf die seit Jahren am Rathaus von Boise gehisste Pride-Flagge ab.
Bereits zuvor hatte die Stadt versucht, die Regenbogenfahne durch ihre Einstufung als offizielle Stadtflagge zu schützen. Die Republikaner ließen daraufhin jedoch in das neue Gesetz schreiben, dass nur kommunale Fahnen erlaubt sind, die vor 2023 eingeführt wurden. (mize)
















