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Ein Leuchtturm für queere Kunst in stürmischen Zeiten
Bild: Galerie Newman- 19. April 2026
Die Berliner Galerie Newman feiert in diesem Monat ihr dreijähriges Bestehen – und bedankt sich mit einer großzügigen Spende bei der queeren Community.
In nur drei Jahren hat sich die Galerie im Herzen des Regenbogenkiezes zu einem der bedeutendsten Hotspots für queere Gegenwartskunst im deutschsprachigen Raum entwickelt. Zum Jubiläum zieht Gründer Isah Oral eine beeindruckende Bilanz – und setzt ein deutliches Zeichen für gesellschaftliche Haltung und Solidarität.
Der Jubiläumsmonat April steht im Zeichen des Engagements. Als Dank an die Community überreichte Oral einen Scheck an den schwulen Checkpoint Mann-O-Meter. Die Spende in Höhe von 1.000 Euro stammt aus den Erlösen eines exklusiven Gewinnspiels, dessen Hauptpreis ein kunsthistorisches Highlight ist: ein Originalwerk von Jürgen Wittdorf im Schätzwert von 4.000 Euro.
"Wir sind mehr denn je gefordert, Haltung zu zeigen", betont Isah Oral. "Ob durch die Einstufung der LGBTQ+-Bewegung als 'extremistisch' in Russland oder die Erosion von Rechten in den USA – die Freiheit steht weltweit unter Druck. Die Galerie Newman ist ein Ort der Verteidigung dieser Rechte durch die Kraft der Kunst."
Seit ihrer Gründung hat die Galerie mit über 100 wechselnden Künstler*innen gearbeitet und präsentiert online ein Portfolio von über 2.000 Werken. Zum Geburtstag präsentiert die Galerie ihr Kernprinzip – maximale Sichtbarkeit für queere Stimmen – in einer monumentalen Sammelausstellung mit über 50 Künstler*innen gleichzeitig.
Der April markiert den Höhepunkt der bisherigen Galeriegeschichte mit zwei herausragenden Positionen: Zum einen bricht der renommierte Filmemacher Tim Lienhard in der Ausstellung "Sexplizit" in großformatigen Collagen mit Tabus und inszeniert Erotik und Drag-Kunst als radikalen Akt der Selbstbestimmung. Zum anderen lädt die Galerie am 30. April 2026 zur spektakulären Release-Vernissage des Kult-Jahrbuchs "Mein schwules Auge" ein. Unter dem Thema "Bordello" präsentieren die Herausgeber Rinaldo Hopf und Johnny Abbate Werke von über 30 anwesenden Künstler*innen.
Die Galerie Newman in der Kalckreuthstraße 14 ist eine feste Instanz für zeitgenössische Kunst an der Schnittstelle von Identität, Körper und politischer Haltung. Sie bietet eine der größten Auswahlen queerer Gegenwartskunst in Europa und versteht sich als diskussionsoffener Raum für den freien Geist. (cw)
Links zum Thema:
» Homepage der Galerie Newman











