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Queerer Erinnerungs- und Sichtbarkeitsort geplant
Bild: AG Queere Geschichte Bielefeld- 01. Mai 2026
In Bielefeld soll ein zentraler Ort zur Erinnerung an queeres Leben entstehen. Die Arbeitsgemeinschaft Queere Geschichte hat vorgeschlagen, im Zuge der Neugestaltung des Klosterplatzes einen entsprechenden Sichtbarkeits- und Erinnerungsort einzurichten.
Die Initiative begründet den Vorstoß damit, dass queere Menschen Teil der Stadtgeschichte seien, bislang jedoch ein öffentlicher Ort fehle, der diese sichtbar mache. Zugleich solle an Diskriminierung und Verfolgung erinnert sowie die Emanzipationsgeschichte gewürdigt werden.
Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft stieß die Idee in der Bezirksvertretung Mitte im April auf erste positive Resonanz. Der Klosterplatz gilt als besonders geeignet, da er bereits historisch ein Treffpunkt queerer Szenen gewesen sei und etwa 1981 Schauplatz einer frühen Demonstration war.
Vorgesehen ist unter anderem ein Baum mit einer Sitzbank in Form eines "Q", ergänzt durch Informationen zur lokalen queeren Geschichte, die digital abrufbar sein sollen. Der Ort soll künftig auch für Veranstaltungen und Begegnungen genutzt werden können.
Mit der geplanten Umgestaltung des Platzes biete sich eine seltene Gelegenheit, einen solchen Erinnerungsort dauerhaft in das Stadtbild zu integrieren, teilte die Initiative mit. (cw)
Links zum Thema:
» Präsentation zum Erinnerungsprojekt als PDF










