https://queer.de/b?5273
Serienmörder-Ausstellung in Köln eröffnet – aber erst ab 16
Ein Kopf eines Opfers von Jeffrey Dahmer, wie er von der Polizei im Kühlschrank aufgefunden wurde (Bild: IMAGO / Panama Pictures / Christoph Hardt)- 08. Mai 2026
Was passiert, wenn das Böse in uns überhandnimmt? Dieser Frage geht nun eine ganze True-Crime-Ausstellung in Köln auf den Grund.
Fans von wahren Verbrechen haben die Möglichkeit, die Biografien von mehr als 20 bekannten Serienmörder*innen zu ergründen – allerdings ist der Zutritt erst ab 16 Jahren erlaubt.
Die internationale Wanderausstellung gastierte vorher in Dublin und beleuchtet in begehbaren – teils sehr expliziten und blutigen – Kulissen Killer wie Ted Bundy und Jeffrey Dahmer. Namen, die den meisten True-Crime-Anhänger*innen ein Begriff sein dürften. Auch aus dem deutschsprachigen Raum werden mit Jack Unterweger oder Armin Meiwes, dem sogenannten Kannibalen von Rothenburg, bekannte Fälle präsentiert.
"Uns interessieren nicht allein bekannte oder spektakuläre Verbrechen, sondern vor allem Fälle, die gesellschaftliche Fragen sichtbar machen, kriminalhistorisch relevant sind oder neue Perspektiven auf Ermittlungsarbeit und Rechtsprechung eröffnen", erklärt Mit-Veranstalter Oliver Forster zur Fallauswahl.
Wer sich weniger für Kriminalhistorie und mehr für Selfies interessiert, findet in der Ausstellung allerdings auch Fotospots. Gegen einen Aufpreis werden Virtual-Reality-Brillen angeboten. Fast in jedem Raum sind Leichen zu sehen. Die Ausstellung kann bis zum 25. Oktober im ehemaligen Autohaus Oskar-Jäger-Straße 99 in Ehrenfeld besucht werden.
True Crime präsentiert wahre Verbrechen spannend aufbereitet in verschiedenen Formaten wie Podcasts, Serien oder Büchern. Kritische Stimmen werfen solchen Produktionen unter anderem vor, Gewalt und menschliche Tragödien zu kommerzialisieren: Während Täter*innen häufig ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken, geraten Geschädigte oft in den Hintergrund. "Das ist für die Opfer unerträglich", sagt Maria Schnelle vom Weißen Ring NRW. (cw/dpa)
Links zum Thema:
» Homepage zur Ausstellung











