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Österreich: Regenbogen im Parlament

Bild: Grüne
  • 12. Juni 2026

Mit bunten T-Shirts in den Farben der Regenbogenflagge setzten die Abgeordneten der Grünen im Österreichischen Parlament am Donnerstag ein Zeichen für queere Sichtbarkeit.

Mit der Aktion wollte die Oppositionspartei kurz vor der Wiener Regenbogenparade für ihren Fünfpunkteplan zur Verbesserung von Rechten und Schutz der LGBTI-Community werben. Zu den Forderungen der Grünen gehören u.a. eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Hass und queerfeindlicher Gewalt sowie ein Verbot sogenannter Konversionstherapien.

"Keine Gerechtigkeit ohne queere Rechte", erklärte David Stögmüller, LGBTIQ+-Sprecher der Grünen. "Wer bei Pride-Paraden mitfeiert, muss auch bereit sein, die Rechte queerer Menschen gesetzlich abzusichern. Regenbogenfahnen und Solidaritätsbekundungen alleine reichen nicht aus – es braucht konkrete politische Entscheidungen."

In einer Pressemitteilung begrüßte die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien die T-Shirt-Aktion. "Sichtbarkeit ist wichtig, gerade in Zeiten, in denen queerfeindliche Übergriffe zunehmen", so Obfrau Ann-Sophie Otte. "Solche Zeichen zeigen, dass queere Menschen und ihre Anliegen in der Mitte unserer Gesellschaft und Demokratie stehen."

Eine ähnliche Aktion hatte es bereits im vergangenen Jahr im Deutschen Bundestag gegeben: Zu einer Debatte über queerfeindliche Hasskriminalität im Juni 2025 erschienen Abgeordnete von Grünen und Linken in Regenbogenkleidung (queer.de berichtete). Die beiden Fraktionen reagierten damit auf das von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) ausgesprochene Verbot, die Regenbogenfahne zum Berliner CSD zu hissen. (mize)


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