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Bad Bunny überrascht in Buttergelb bei Schiaparelli-Show

Bild: IMAGO / Bestimage
  • 07. Juli 2026

Zum Auftakt der Haute Couture Week in Paris hat der sexuell fluide Rapper Bad Bunny in der ersten Reihe der Schiaparelli-Show für Aufsehen gesorgt.

In einem doppelreihigen Anzug in Buttergelb stahl der 32-jährige Musiker fast allen die Show. Der warme Gelbton gilt als Trendfarbe der Saison. Zum auffälligen Anzug kombinierte Bad Bunny Krawatte, Gürtel und Stiefel im Western-Stil sowie einen goldenen Ohrring und eine Sonnenbrille. Auf der Instagram-Seite des Labels wird der Look von Benito Antonio Martínez Ocasio, wie der Puerto-Ricaner gebürtig heißt, detailliert beschrieben:

Benito trägt eine schwarz-golden gewebte Flecht-Krawatte zu einem weißen Seidenhemd und einem buttercremefarbenen Zweireiher-Anzug aus Wolle und Seide mit spitzem Revers sowie einer dazu passenden Hose mit weitem Bein. Der Anzug ist mit maßgefertigten Bijou-Knöpfen und Reversansteckern verziert, die die für das Haus charakteristischen Schlüsselloch- und Augen-Details aufweisen. Dazu trägt er einen glänzenden schwarzen Cowboy-Gürtel aus Kunstkrokodilleder mit der charakteristischen Schnalle sowie maßgefertigte schwarze Cowboystiefel aus Leder.

Für Bad Bunny war es kein Zufallsbesuch: Der 32-Jährige pflegt seit Längerem eine enge Beziehung zu dem französischen Label. Bei den Grammys Anfang des Jahres hatte er den ersten maßgeschneiderten Haute-Couture-Herrenlook getragen, den Kreativdirektor Daniel Roseberry überhaupt für einen Mann entworfen hatte. Auch bei der Show in Paris war die Handschrift des schwulen Designers unverkennbar.

Roseberry, der das Haus seit 2019 leitet, stellte seine Herbst/Winter-Kollektion 2026/27 unter den Titel "The Abyss" (Dt. "Der Abgrund"). Die Präsentation zählt laut TheIndustry.fashion zu den experimentellsten in der Geschichte des Modehauses. Der Designer kombinierte klassische Couture-Handwerkskunst mit synthetischen Materialien – darunter Silikon, das er zu einer leichten, halbtransparenten Variante namens "silicone silk" (Dt. "Silikon Seide") weiterentwickelt hat.

Bad Bunny war nicht der einzige Star, der in der ersten Reihe Platz nahm. Auch die Schauspieler*innen Emma Corrin und Michelle Yeoh verfolgten die Show, ebenso wie "Vogue"-Chefin Anna Wintour, Stylist Law Roach und Designerin Vera Wang. Corrin erschien in einem futuristischen Federblazer aus der Frühjahrskollektion, Yeoh entschied sich für ein schulterfreies schwarzes Kleid mit Federbesatz.

Das 1927 von Elsa Schiaparelli gegründete Haus ist seit jeher für seinen surrealistischen, avantgardistischen Stil bekannt. Unter Roseberry zählen inzwischen Stars wie Nicole Kidman, Demi Moore und Kylie Jenner zu den Kund*innen. Für Bad Bunny dürfte der gelbe Auftritt in Paris kaum der letzte im Zeichen von Schiaparelli gewesen sein. (cw/spot)


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