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Schicksale queerer Menschen im Nationalsozialismus
- 08. Juli 2026
Toni Ebel, Charlotte Charlaque und Dora Richter (v.l.n.r.) um 1930. Filmstill aus "Mysterium des Geschlechtes", 1933, Regie: Lothar Golte, Carl Kurzmayer (Bild: Filmarchiv Austria)Die Wanderausstellung "gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945" ist seit dem CSD-Wochenende erstmals in Köln zu sehen.
Die Ausstellung in der St.-Johannes-Kirche in Deutz wurde von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld erarbeitet und im November 2023 erstmals im Deutschen Bundestag präsentiert (queer.de berichtete). Sie macht deutlich, wie das Leben vieler queerer Menschen gebrochen und zerstört wurde. Sie beleuchtet gleichzeitig, wie verbliebene Handlungsspielräume im Alltag genutzt wurden.
Erzählt werden keineswegs nur Verfolgungsgeschichten, sondern auch Wege der Selbstbehauptung in einer widrigen Lebensrealität. Die Beschäftigung mit den Erfahrungen früherer Generationen ermöglicht die Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Situation.
Ermöglicht hat die Ausstellung in der Domstadt der Pfarrer Tim Lahr von der "Queeren Kirche Köln". Offizielle Eröffnung ist am Donnerstag, den 9. Juli 2026 um 18:30 Uhr. Bis zum 16. August kann sie täglich außer montags von 12 bis 18 Uhr in der St.-Johannes-Kirche (Tempelstraße 31, Köln-Deutz) besucht werden.
Nächste Station der Wanderausstellung ist die KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg in Ulm vom 3. September bis 5. November 2026. Auf der Website ist auch ein virtueller Besuch von "gefährdet leben" möglich. (cw)
















