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Zehn Länder, eine Donau, ein Regenbogen
Bild: Pride Ulm/Neu-Ulm e.V.- 13. Juli 2026
Mit einer 50 Meter langen Regenbogenfahne hat der Verein Pride Ulm/Neu-Ulm an der Herdbrücke in Ulm auf die Diskriminierung queerer Menschen in mehreren Donauländern aufmerksam gemacht.
Rund 20 Teilnehmer*innen hängten am Freitagabend die Flagge in Sichtweite des zeitgleich stattfindenden Internationalen Donaufests auf, das die kulturelle Verbundenheit der zehn Anrainerstaaten feiert.
Laut der "Rainbow Map 2026" von ILGA-Europe, die die rechtliche Lage von queeren Menschen in 49 Ländern bewertet, liegen fünf der zehn Donauländer – Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Ukraine und Rumänien – im unteren Viertel des Rankings. Rumänien schneidet demnach EU-weit am schlechtesten ab. Deutschland erreicht mit Platz 7 seinen bislang besten Wert.
"Die Donau verbindet zehn Länder. Doch in vielen davon können queere Menschen nicht frei und sicher leben – in Ungarn, Rumänien, Serbien und anderswo sind Diskriminierung und Gewalt Alltag", erklärte der Verein Pride Ulm/Neu-Ulm zur Aktion. "Daran erinnern wir und wir vergessen niemanden – nicht in Budapest, nicht in Bukarest, nicht in Kyjiw. Denn unsere Solidarität endet nicht an Grenzen – so wie auch die Donau keine kennt."
Erst im vergangenen Monat hatten die CSD-Veranstalter*innen der Doppelstadt mit Deutschlands längster Regenbogenfahne für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt (queer.de berichtete). (cw)










