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Pride-Demo in Prag erinnert an Opfer des Berliner CSD-Anschlags

Bild: IMAGO / CTK Photo / Ondrej Deml
  • 09. August 2026

In Prag sind am Samstag zehntausende Menschen durch die Innenstadt gezogen, um gleiche Rechte für die queere Community zu fordern.

Zu Beginn der jährlichen Pride-Demo in der tschechischen Hauptstadt gedachten die Teilnehmer*innen mit einer Schweigeminute der Opfer des islamistischen Anschlags auf den Berliner CSD.

"Ziel des Festivals ist es wie jedes Jahr, den Menschen LGBT+-Themen näherzubringen, zu zeigen, wie diese Gemeinschaft in Tschechien lebt und dass sie immer noch auf die Gleichstellung ihrer Rechte wartet", sagte Pride-Organisatorin Kamila Fröhlichova. Der Anschlag von Berlin habe die Bedeutung einer solchen Veranstaltung noch einmal hervorgehoben. Hass beginne nicht mit körperlichen Angriffen, sondern mit Worten und Hassreden, betonte sie.

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Als Reaktion auf den Angriff in Berlin hatten die Prager Pride-Veranstalter*innen verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Hunderte von Polizist*innen und ein Deeskalations-Team begleiteten die Demonstration. Die Teilnehmer*innen wurden zudem gebeten, Transparente mit der Hand zu tragen oder Kunststoffstangen zu verwenden. Auf Holzstangen und Besenstiele sollte verzichtet werden.

Die Pride-Demonstration bildete den Höhepunkt des schon die ganze Woche dauernden Prague Pride Festivals. Das diesjährige Motto lautete: "Die Zeiten ändern sich". Nach Polizeiangaben kam es zu keinen besonderen Zwischenfällen, obwohl sich an der Route auch eine kleine Gruppe von Gegendemonstrant*innen aufgestellt hatte. (dpa/cw)


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