https://queer.de/b?5367
Tausende beim Kölner Queer March
Bild: IMAGO / Panama Pictures / Christoph Hardt- 10. August 2026
"Köln zeigt Solidarität, Köln zeigt Haltung": Unter diesem Motto haben sich am Sonntag in Köln mehrere Tausend Menschen zu einer Solidaritäts-Demonstration für die queere Community versammelt.
Mehrere Initiativen und Vereine hatten nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD zum Kölner Queer March aufgerufen. Die Teilnehmer*innen trafen sich in Deutz und zogen von dort aus durch die Innenstadt. Carolin Kebekus und andere Promis unterstützten im Vorfeld die Demo.
Nach Angaben des Vereins Cologne Pride kamen mindestens 10.000 Menschen und damit deutlich mehr als angemeldet. Auf dem Weg in die Innenstadt schob sich ein langer Demozug über die Deutzer Werft, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Die Polizei sicherte die Versammlung mit zahlreichen Kräften ab. Die Veranstaltung verlief laut Polizei friedlich und störungsfrei.
"Wenn wir heute durch Köln marschieren, dann tun wir das mit Trauer, wir tun das vielleicht mit Angst, wir tun das auch mit Wut, wir tun das aber vor allem mit Würde, mit Zusammenhalt und mit Entschlossenheit", sagte der Kölner Grünen-Politiker und frühere Queerbeauftragte Sven Lehmann in einer Rede beim Queer March. "Wir sind keine skurrile Minderheit, über die man sich lustig machen kann. Wir sind keine Opfer, die man klein halten kann. Wir sind Menschen, wir sind stark und wir gehören zu dieser Gesellschaft dazu!"
Worte der Solidarität allein reichten nicht aus, betonte Cologne Pride im Aufruf zur Demo. "Wir fordern von Bund, Ländern und Kommunen Maßnahmen, dass queere Strukturen und queeres Leben nachhaltig geschützt und gestärkt werden, um der wachsenden Queerfeindlichkeit in unserer Gesellschaft begegnen zu können." (cw/dpa)















