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Kölnischer Kunstverein erinnert an Hans Eppendorfer
- 27. August 2026
Bild: KKVEin Lederkostüm von Karl Lagerfeld, Fotografien von Wolfgang Tillmans und die Erinnerungen eines Schauspielers erzählen von einem verschwundenen Stück queerer Subkultur.
Der Kölnische Kunstverein zeigt ab dem 4. September die Ausstellung "The Leatherman", die der Geschichte von Hans Eppendorfer nachspürt – Mörder, Häftling, Lederdominator und Chronist der Hamburger Unterwelt, der 1977 gemeinsam mit dem Schriftsteller Hubert Fichte das Buch "Der Ledermann spricht" veröffentlichte.
1979 brachte Peter Chatel den Stoff als Theaterstück auf die Pariser Bühne, für das Lagerfeld das inzwischen legendäre Lederkostüm entwarf. Neben diesem Original versammelt die von Kévin Blinderman, Pierre-Alexandre Mateos und Charles Teyssou kuratierte Schau Archivfotos, Requisiten und Werke unter anderem von Herbert Tobias, Leonore Mau, Dean Sameshima und Reba Maybury, die St. Paulis Lederszene der späten 1970er Jahre und ihr Nachleben nach Aids beleuchten.
"Viele der Räume, die einst queeres Leben trugen, sind verschwunden, während Aids die Netzwerke der Weitergabe, die diese Gemeinschaften am Leben hielten, brutal unterbrach", heißt es in einer Pressemitteilung zur Ausstellung. "The Leatherman" begreife das Ausstellen daher als "eine Form ethnografischer Recherche – nicht, um die Vergangenheit wiederzubeleben, sondern um zu fragen, welche Formen noch weitergegeben werden können, wenn die Welt, die sie hervorgebracht hat, nicht mehr existiert".
Die Ausstellung "The Leatherman" ist vom 4. September bis 29. November 2026 im Kölnischen Kunstverein (Hahnenstraße 6 in 50667 Köln) zu sehen. (cw/pm)










