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Picasso trifft Bacon: Begierde und Verletzlichkeit
- 28. August 2026
Francis Bacon, Selbstporträt, 1972, 35,5 × 30,5 cm, Öl auf Leinwand (Bild: Private Collection © The Estate of Francis Bacon / All rights reserved / Bildrecht, Wien und DACS, London 2026)Das Wiener Kunstmuseum Albertina widmet Pablo Picasso und Francis Bacon ab dem 18. September eine große Doppelausstellung.
Wie das Museum mitteilt, treffen darin die beiden bedeutendsten figurativen Maler*innen des 20. Jahrhunderts aufeinander. Bacon, der zeitlebens mit seinem Vorbild Picasso rang, war ein offen schwul lebender Künstler, dessen Werk immer wieder von männlicher Körperlichkeit, Begierde und Verletzlichkeit geprägt war. Für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wollte er das sein, was Picasso für die erste war: Chronist des Menschseins in all seiner Zerrissenheit.
Rund 70 Schlüsselwerke aus internationalen Museen und Privatsammlungen zeigen, wie beide Maler den menschlichen Körper zerrissen, neu zusammensetzten und mit radikaler Kraft neu erfanden. In ihren verzerrten Darstellungen offenbaren sich Schmerz, Begierde und Verletzlichkeit – ein schonungsloser Spiegel der modernen Seele. Themen wie Kreuzigungen, Schreie, Stierkampf, Akte und die "Tränen des Eros" ziehen sich durch beide Werke. Obwohl Picasso selbst nicht von Bacon beeinflusst war, verfolgte er dessen Karriere aufmerksam.
Die Ausstellung "Picasso – Bacon. What It Feels Like to Be Human" ist vom 18. September 2026 bis 31. Januar 2027 in der Albertina (Albertinaplatz 1, 1010 Wien) zu sehen. (cw)











