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Ausstellung zeigt queere Geschichte der Rhein-Neckar-Region
Lesbendemo 1994 in Heidelberg (Bild: Welker Pressebild)- 01. September 2026
Ab dem 12. September 2026 zeigt die Universität Mannheim die Ausstellung "Queer im Leben! – Wege und Stationen des queeren Lebens in Mannheim und in der Region".
Die Ausstellung folgt den wechselvollen Spuren queeren Lebens in der Rhein-Neckar-Region – geprägt einerseits von Verfolgung, Stigmatisierung und Diskriminierung, andererseits von Aufbegehren, Emanzipation und dem Entstehen queerer Communitys. Schon in den 1910er und 1920er Jahren gab es in Mannheim Gaststätten als Treffpunkte queerer Menschen sowie queere Gruppen, Zeitschriften und Filme.
Der Blick zurück zeigt, wie queere Menschen auch in der Rhein-Neckar-Region verfolgt und ausgegrenzt wurden. Bis zur Reform des Paragrafen 175 im Jahr 1969 war männliche Homosexualität verboten, in der NS-Zeit erreichte die Verfolgung ihren Höhepunkt. Neben schwulen Männern wurden auch lesbische Frauen sowie trans und inter Personen verfolgt, auch Menschen aus Mannheim und der Region kamen in Konzentrationslagern ums Leben.
Die von Dr. Andreas Schenk kuratierte Ausstellung des Marchivum ist ein Folgeprojekt des 2022 erschienenen Buches "Queer im Leben! Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Geschichte und Gegenwart der Rhein-Neckar-Region". Sie zeigt Biografien, queere Orte sowie die Geschichte von Verfolgung und Emanzipation und stellt queere Vereine vor. Den Abschluss bildet die fotografische Wand- und Rauminstallation "Not Enough" des Künstlers Alexander Kästel mit Porträts queerer Menschen.
Auftakt ist das Uni-Fest am 12. September. Die Ausstellung ist bis zum 27. Januar 2027 im Erdgeschoss des Schlosses Ostflügel (grüner Flur) unter der Woche tagsüber zu sehen. Öffentliche Führungen mit dem Kurator finden am 5. November 2026 und am 21. Januar 2027 jeweils um 17 Uhr statt, kostenfrei und ohne Anmeldung. (cw)










