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Hollywood-Diva Faye Dunaway begeistert in Venedig

Bild: IMAGO / ZUMA Press / Mirco Toniolo
  • 07. September 2026

Auftritte von Faye Dunaway sind selten geworden. In Venedig kehrte 85-jährige Hollywood-Legende nun für einen besonderen Anlass ins Rampenlicht zurück.

Bei den 83. Internationalen Filmfestspielen nahm die Oscar-Preisträgerin am Wochenende den Kinéo Lifetime Achievement Award entgegen. Die Veranstalter*innen würdigten sie als "eine der größten Ikonen der Geschichte des amerikanischen Kinos" und blickten damit auf eine Karriere zurück, die sich über mehr als ein halbes Jahrhundert erstreckt.

Dunaways Auftritte auf dem roten Teppich haben inzwischen Seltenheitswert. Die Hollywood-Legende hat sich in den vergangenen Jahren weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Erst im Mai hatte sie sich beim TCM Classic Film Festival nach fast zwei Jahren erstmals wieder bei einem öffentlichen Auftritt auf dem roten Teppich gezeigt.

Für ihren Auftritt in Venedig wählte Dunaway eine bodenlange, schmal geschnittene schwarze Robe mit transparentem Cape-Überwurf. Dezente Ohrringe, goldene Armbänder und mehrere Ringe ergänzten den Look. Ihr blondes Haar fiel in weichen Wellen über die Schultern. Die dunkle Cat-Eye-Sonnenbrille nahm sie erst kurz vor dem Gang vor die Fotograf*innen ab.

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Vergeben wird der Kinéo Award seit 2002 im Umfeld der Filmfestspiele, zum offiziellen Festivalprogramm gehört er jedoch nicht. Schauplatz waren diesmal die Gärten der Casa Cinema Giovani. Dort wurde auch Nicola Peltz Beckham (31) als "Rising Star" geehrt, die kurz nach Dunaway die Bühne betrat. "Faye, du warst immer eine Inspiration für mich, und mit dir zu lernen, war unglaublich", sagte die Ehefrau von Brooklyn Beckham laut "Daily Mail".

Dunaway und Peltz Beckham sind demnächst gemeinsam in "Prima" zu sehen. Peltz Beckham spielt darin eine Primaballerina, Dunaway ihre strenge Großmutter, die über die Traditionen des Ensembles wacht. Als der Leiter der Kompanie eine moderne Choreografin heiratet, gerät die alte Ordnung ins Wanken. Regie führen die Brüder Alessandro und Luca Morelli, die Dunaway in Venedig auch auf dem roten Teppich begleiteten.

Ihren Durchbruch feierte Faye Dunaway 1967 als Gangsterbraut Bonnie Parker in "Bonnie und Clyde". Es folgten Filmklassiker wie "Thomas Crown ist nicht zu fassen" an der Seite von Steve McQueen und Roman Polanskis "Chinatown". Für ihre Hauptrolle in "Network" erhielt sie schließlich den Oscar. Hinzu kamen im Laufe ihrer Karriere ein Emmy, ein BAFTA Award und drei Golden Globes.

Abseits ihrer preisgekrönten Rollen genießt Dunaway seit Jahrzehnten einen besonderen Status in der queeren Community: Ihre Darstellung der Joan Crawford in "Mommie Dearest" (1981) wurde von der Kritik seinerzeit verrissen, entwickelte sich jedoch vor allem unter schwulen Männern zum Kultfilm. Zitate wie "No wire hangers, ever!" gehören bis heute zum festen Repertoire von Drag-Shows. Der übersteigerte, theatralische Stil des Films, der ursprünglich als ernstes Biopic gedacht war, machte Dunaway so – wenn auch ungewollt – zu einer festen Größe der Camp-Ästhetik. (cw/spot)


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