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Wenn Archive queere Geschichte auslassen
The Diva 2.0, 2026, Detail aus der Installation zur Performance "The Diva" © Béla Juttner- 08. September 2026
Noch bis zum 19. September 2026 ist im Haus der Kunst in München die Ausstellung "Memory Gap – Potentiale archivalischer Praxen in der Gegenwartskunst" zu sehen.
17 Künstler*innen aus fünf Kontinenten beschäftigen sich darin mit Archiven als Gedächtnis der Gesellschaft und fragen danach, was darin fehlt – und wer darüber entscheidet, was aufbewahrt wird. Gerade für queere Geschichte ist das eine zentrale Frage: Vieles davon fand in klassischen Archiven lange keinen Platz oder wurde bewusst ausgeblendet.
"Archive sind demnach auch Zeugnisse dessen, was nicht gesagt und erinnert wird, des Schweigens, Marginalisierens, der Lücke, des Memory Gaps", sagt Kuratorin Petra Gerschner.
Zu den beteiligten Künstler*innen gehört auch die nichtbinäre Person Zanele Muholi aus Südafrika, die seit Jahren mit ihrer Foto- und Videoarbeit das Leben Schwarzer queerer Menschen in Südafrika sichtbar macht. Auch die Performance zur Eröffnung, "The Diva" von Béla Juttner, spielt mit Fragen von Identität und Selbstdarstellung. Neben Skulpturen, Videos und Fotografien zeigt die Ausstellung so, wie sich mit künstlerischen Mitteln Lücken in offiziellen Erzählungen aufdecken und füllen lassen.
Zu sehen sind die Werke täglich außer dienstags in der Südgalerie in der Prinzregentenstraße 1. Am 12. September findet zudem im Auditorium des Hauses das Symposium "Passing to the Future" statt. (cw)
Links zum Thema:
» Mehr Infos zur Ausstellung auf der Homepage des Hauses der Kunst










