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Protest am Rand der Koalitionsverhandlungen
- 26. November 2013,
Bild: Caro Kadatz / LSVDProtest am Rand der Koalitionsverhandlungen: Vor der SPD-Parteizentrale in Berlin haben am Dienstag rund 60 Schwule und Lesben für ihre Rechte demonstriert. "Bei den Koalitionsverhandlungen droht die Gleichstellung von Lesben und Schwulen unter den Tisch zu fallen", hieß es in dem Aufruf zum Protest. "Die ideologische Blockade der Union muss endlich aufhören."
An der Kundgebung, zu dem der deutsche Lesben- und Schwulenverband (LSVD) aufgerufen hatte, beteiligten sich auch Grüne und Linke. "Merkel, Gabriel und Seehofer: Wir sind euer schlechtes Gewissen", stand auf einem Plakat, "Mit Diskriminierung ist kein Staat zu machen" auf einem anderen. Als CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt an den Demonstranten vorbeiging, skandierten sie: "Hören Sie auf, Lesben und Schwule zu diffamieren!"
Bis in die Nacht werden sich die Parteispitzen von Union und SPD im Willy-Brandt-Haus um die letzten Formulierungen im Koalitionsvertrag streiten. Ein geleakter erster Entwurf zeigt im Bereich der Homo-Politik starke Gegensätze zwischen den Blöcken.
Inzwischen hat der LSVD eine Galerie der Aktion samt Pressemitteilung veröffentlicht, in der der Verband die SPD vor "faulen" Kompromissen warnt und weitere Forderungen aufstellt, die nicht im geleakten Koalitionsvertrag vorhanden sind.

















