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Aufruhr in Stuttgart
- 13. Januar 2014,

Aufruhr in Stuttgart: Das Plakat sieht leider ziemlich schnarchig aus, dafür gefällt uns der Slogan umso besser: "Wir machen Aufruhr. Seit 1969" lautet in diesem Jahr das Motto des CSD Stuttgart.
Die IG CSD Stuttgart e.V. will damit an den 45. Jahrestag der "Stonewall Inn"-Aufstände in New York erinnern. "Lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen geraten seit nunmehr 45 Jahren in Aufruhr. Kontinuierlich. Weltweit", heißt es dazu in einer Pressemitteilung. "Sie sind empört über die Tatsache, dass ihnen noch immer offene Anfeindungen, versteckte Diskriminierungen, gesetzliche Ungleichbehandlungen, hartnäckige Vorurteile, alte Klischees, gewaltsame Homo- oder Transphobie, scheele Blicke und unwürdiges Getuschel entgegen gebracht werden."
Aufruhr sei trotz aller rechtlichen Teilerfolge bei der Gleichstellung von Lesben und Schwulen weiterhin angebracht, so die CSD-Veranstalter: "Solange öffentliche Outings, wie unlängst der wunderbar selbstverständliche Umgang von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks mit ihrer Lebensrealität oder das aus dem Schrank kommen von Ex-Profifußballer Thomas Hitzlsperger, noch marktschreierisch die Titelseiten der Medien füllen sowie unzählige unflätige Kommentare nach sich ziehen, ist der Aufruhr noch nicht obsolet. Solange gegen die Vermittlung von toleranten Werten und der Darstellung von gelebten gesellschaftlichen Realitäten in den neuen baden-württembergischen Bildungsplänen vehement Sturm gelaufen wird, ist der Aufruhr das Gebot der Stunde."
Der CSD Stuttgart findet vom 18. bis 27. Juli 2014 statt. Die Polit-Parade zieht am Samstag, den 26. Juli bereits zum 18. Mal durch die baden-württembergische Landeshauptstadt. (cw)










