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Fanny und Stella

Für Emily Howard und Florence Rose aus der Kultserie "Little Britain" gibt es reale Vorbilder: Ein Bankangestellter und ein Rechtsanwalt schockten als Miss Fanny Park und Miss Stella Boulton das viktorianische England.

Bei Recherchen für seine Oscar-Wilde-Biografie war der britische Autor Neil McKenna durch Zufall auf die beiden Damen gestoßen, die am 28. April 1870 im Londoner Strand Theatre im Fummel verhaftet wurden - und würdigte sie sogleich mit einem eigenen Buch. In Fanny and Stella: The Young Men Who Shocked Victorian England (Amazon-Affiliate-Link ) rekonstruierte er anhand von Gerichtsakten, Zeitungsberichten, Fotos und persönlichen Unterlagen das Leben der beiden Crossdresser Ernest Boulton und Frederick Park, die stets gemeinsam durch das Londoner Nachtleben streiften.



Vor ihrer Festnahme hatte die Polizei Fanny und Stella, die sich eine Wohnung teilten, ein Jahr lang beobachtet. Angeklagt wurden sie wegen "Sodomie" vor, doch fünf von sieben Ärzten, die als Gutachter vom Gericht herangezogen wurden, fanden keine Hinweise auf praktizierten Analverkehr. Der Prozess sorgte dennoch für Schlagzeilen: Richter Alexander Cockburn (!) ließ nicht nur ihre sämtlichen Fummel begutachten, er rief auch Dragqueens und Sexarbeiter in den Zeugenstand. Am Ende folgte ein von "Bravo"-Rufen begleiteter Freispruch - weil das Tragen von Frauenkleidern selbst im viktorianischen England nicht gegen das Recht verstieß.

In einem kurzes Youtube-Video spricht Neil McKenna über sein Buch:

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