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Gay Pride in Uganda
- 10. August 2014,

Gay Pride in Uganda. Sie riskierten Schläge und Gefängnis - und feierten doch das jüngste Urteil des Verfassungsgerichts, das die lebenslange Haftstrafe für Homosexualität für ungültig erklärte: Rund 200 Lesben und Schwule demonstrierten am Samstag in der ugandischen Stadt Entebbe am Viktoriasee.
Zahlreiche Teilnehmer der kurzen Parade durch die botanischen Gärten der Stadt trugen Masken, um nicht erkannt zu werden. "Wir werden nicht stoppen, ehe sie aufhören", hieß es auf einem Transparant. Viele schwenkten Regenbogenfahnen, darüber hinaus wurden Sticker mit der Aufschrift "Some Ugandans are gay. Get over it!" verteilt. "Wir sind hier, um für diejenigen zu laufen, die nicht laufen können, die Angst haben, zu laufen", sagte der Aktivist Kimbugwe gegenüber einem der zahlreichen anwesenden Journalisten. "Wir sind hier, um unsere Rechte zu zelebrieren."





Die Pride-Demo in Entebbe, die bereits zum dritten Mal stattfand, verlief friedlich. Noch 2012 war es zu Festnahmen gekommen, nachdem die Polizei versucht hatte, die Parade aufzulösen (queer.de berichtete). Ursprüglich war geplant, die Gay-Pride-Demonstration erstmals in der Hauptstadt Kampala durchzuführen. Die Polizei habe die Organisatoren jedoch gewarnt, dass ein solcher Schritt eine gefährliche "Provokation" darstellen wurde.
Lesben und Schwule sind in Uganda einer regelrechten Hetzjagd ausgesetzt. Erst Anfang des Jahres hatte Präsident Yoweri Museveni Homosexuellen offen den Krieg erklärt (queer.de berichtete). Ende Juli setzte das Verfassungsgericht zwar das umstrittene Gesetz, das für homosexuelle Handlungen bis zu lebenslange Haftstrafen vorsah, außer Kraft, weil das Parlament bei der Abstimmung nicht beschlussfähig gewesen sei (queer.de berichtete). Abgeordnete und Würdenträger der Kirchen haben sich allerdings bereits dafür ausgesprochen, das homophobe Gesetz erneut zu verabschieden (queer.de berichtete).

















