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Beim Länderspiel am Mittwoch zwischen Spanien und England haben spanische Fußballfans den britischen Spieler David Beckham als Schwuchtel verhöhnt. Ab der 78. Minute waren Sprechchöre "Beckham maricón" zu hören, was so viel bedeutet wie "Schwuchtel Beckham". Nach einem Bericht des Gay Football Supporters Network seien die Sprüche fast eine Minute lang zu hören gwesen.

Das Freundschaftsspiel war auf Drängen des britischen Fußball-Verbundes (FA) von Madrid nach Valencia verlegt worden. Denn beim letzten Treffen der beiden Mannschaften 2004 in der spanischen Hauptstadt wurden Millionen Fernsehzuschauer Zeugen, wie schwarze Spieler der britischen Mannschaft ausgebuht und beleidigt wurden. Selbst Affengeräusche waren zu hören.

Britischen Medien zufolge hat das Gay Football Supporters Network die FIFA und die FA über den Vorfall informiert. Die Football Association arbeitet gerade zusammen mit einigen Homo-Gruppen an einer Aufklärungs-DVD, die das Thema Homophobie im Fußball behandeln soll. Der Verband nimmt das Thema, wie auch Diskriminierung aus anderen Gründen, mehr als Ernst: werden bei Spielen der Premiere League homophobe oder rassistische Sprechchöre laut, drohen per Vereinssatzung und Gesetz Stadionverbot sowie eine Geldstrafe von bis zu 1.000 britischen Pfund.

Mit Härte gegen Homophobie

Und das nicht nur auf dem Papier. Als etwa bei einem Spiel von Tottenham Hotspurs im letzten Jahr rassistische und homophobe Sprechchöre gegen den Spieler Sol Campell zu hören waren, suchten Verein, Polizei und Medien mit Aufnahmen von Überwachungskameras nach den Tätern (Bericht des Daily Mirror).

Im Anschluss wurden 11 Jugendliche und Männer angeklagt, drei wurden inzwischen zu Geldstrafen verurteilt und dürfen für drei Jahre kein Stadion betreten. (nb)

"Schwulen-Ikone" Beckham

David Beckham ist übrigens stolz darauf, eine Schwulen-Ikone zu sein. In einem Interview mit dem Portal femalefirst.co.uk verriet der Fußball-Profi vor zwei Jahren, dass er überhaupt nichts dagegen habe, schwulen Männern als Pin-Up-Boy zu dienen. "Ich fühle mich geehrt, dass ich den Ruf einer Schwulen-Ikone habe", so Beckham wörtlich.

"Ich find's toll, dass David eine Schwulen-Ikone ist", sagte auch seine Frau Victoria Beckham dem englischen Boulevard-Blatt "Sun". Nach einer Umfrage des britischen Kontakt-Forums Gaydar ist David Beckham der Star, den homosexuelle Männer am liebsten heiraten würden.



14 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 14.02.2009, 16:31h
  • Schwul und Fußball. Ein tatsächlich als Schwul geouteter Fußballer würde daran zerbrechen, denn dann wäre das bei nahezu jedem Spiel der Fall --- und Fußballfans sind ja nur auch oft in der ungebildeten [Proll-] Schicht zu finden.
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#2 gatopardo
  • 14.02.2009, 17:07h
  • Ja was erwartet man denn von Fussball-Schlachtenbummlern ? Sie befinden sich teilweise am Rande der Gesellschaft und rotten sich zusammen, um gegnerische Mannschaften mit allen ihren zur Verfügung stehenden Jauchekübeln zu überschütten. Ob rassistisch oder homophob, ist diesen dummen Menschen vollkommen gleichgültig. Sie sind doch viel zu asozial und ungebildet, als dass Sanktionen sie treffen würden.
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#3 Liedel
  • 14.02.2009, 18:18h
  • Hätte der Stadionsprecher da nicht mal intervenieren können und denen erklären, dass der "metrosexuell" ist? Wobei da gibts glaub ich gar kein Schimpfwort für, "Muchtel" oder "Metruchtel" vielleicht oder sowas?
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#4 LernwilligerAnonym
#5 Tim_ChrisProfil
  • 15.02.2009, 01:46hBremen
  • In einer solchen Situation sollte ein Spiel sofort unterbrochen werden, und zwar als deutlich sichtbares Zeichen der Solidarität mit dem so verhöhnten Spieler von der Mannschaft, von der die Fans kommen die auf diese Art gegnerische Mannschaften und Spieler verbal angreifen. In diesem speziellen Fall hätte die spanische Mannschaft ihre Fans deutlich in die Schranken weisen müssen. Ein Fußballspiel ist zwar vorrangig Sport, aber eben auch ein Spiel, wie das Wort ja bereits sagt und da haben Beleidigungen welcher Art auch immer nichts zu suchen.
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#6 alexander
  • 15.02.2009, 07:49h
  • das ist der preis den man bezahlt, wenn man als metro-mode-lifestyle ikone unterwegs ist, da nützt nicht mal die ehepuschi an der seite. durch sein "eitles" auftreten, fühlt sich der machoproll abgewertet und "wehrt" sich.
    allerdings hat es einen positiven nebeneffekt, die verantwortlichen sind im zugzwang und müssen in die puschen kommen.
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#7 gatopardo
  • 15.02.2009, 11:10h
  • Antwort auf #6 von alexander
  • Wenn mich Fussballikonen auch nicht weiter interessieren, so halte ich Beckham aber doch für "erfrischend feminin" und wenn man ihn abwertend im Stadion "maricón" ruft, würde ich das an seiner Stelle als Schmeichelei werten und diesen Asozialen damit ein deutliches Zeichen setzen. Den Beifall seiner Victoria hat er dafür allemal.
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#8 MalteAnonym
  • 15.02.2009, 17:33h
  • Es gibt eine breite Koalition von Vereinen, Verbänden, Spielern und (vernünftigen) Fans gegen rassistische Sprüche und diese werden auch sanktioniert!

    Dasselbe wünsche ich mir gegen homophobe Sprüche! Und dann kämen sicher auch bald die ersten Outings der schwulen Spieler!
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#9 SchwulerAnonym
#10 AntichristProfil