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  • 14. Februar 2009 14 2 Min.

Beim Länderspiel am Mittwoch zwischen Spanien und England haben spanische Fußballfans den britischen Spieler David Beckham als Schwuchtel verhöhnt. Ab der 78. Minute waren Sprechchöre "Beckham maricón" zu hören, was so viel bedeutet wie "Schwuchtel Beckham". Nach einem Bericht des Gay Football Supporters Network seien die Sprüche fast eine Minute lang zu hören gwesen.

Das Freundschaftsspiel war auf Drängen des britischen Fußball-Verbundes (FA) von Madrid nach Valencia verlegt worden. Denn beim letzten Treffen der beiden Mannschaften 2004 in der spanischen Hauptstadt wurden Millionen Fernsehzuschauer Zeugen, wie schwarze Spieler der britischen Mannschaft ausgebuht und beleidigt wurden. Selbst Affengeräusche waren zu hören.

Britischen Medien zufolge hat das Gay Football Supporters Network die FIFA und die FA über den Vorfall informiert. Die Football Association arbeitet gerade zusammen mit einigen Homo-Gruppen an einer Aufklärungs-DVD, die das Thema Homophobie im Fußball behandeln soll. Der Verband nimmt das Thema, wie auch Diskriminierung aus anderen Gründen, mehr als Ernst: werden bei Spielen der Premiere League homophobe oder rassistische Sprechchöre laut, drohen per Vereinssatzung und Gesetz Stadionverbot sowie eine Geldstrafe von bis zu 1.000 britischen Pfund.

Mit Härte gegen Homophobie

Und das nicht nur auf dem Papier. Als etwa bei einem Spiel von Tottenham Hotspurs im letzten Jahr rassistische und homophobe Sprechchöre gegen den Spieler Sol Campell zu hören waren, suchten Verein, Polizei und Medien mit Aufnahmen von Überwachungskameras nach den Tätern (Bericht des Daily Mirror).

Im Anschluss wurden 11 Jugendliche und Männer angeklagt, drei wurden inzwischen zu Geldstrafen verurteilt und dürfen für drei Jahre kein Stadion betreten. (nb)

"Schwulen-Ikone" Beckham

David Beckham ist übrigens stolz darauf, eine Schwulen-Ikone zu sein. In einem Interview mit dem Portal femalefirst.co.uk verriet der Fußball-Profi vor zwei Jahren, dass er überhaupt nichts dagegen habe, schwulen Männern als Pin-Up-Boy zu dienen. "Ich fühle mich geehrt, dass ich den Ruf einer Schwulen-Ikone habe", so Beckham wörtlich.

"Ich find's toll, dass David eine Schwulen-Ikone ist", sagte auch seine Frau Victoria Beckham dem englischen Boulevard-Blatt "Sun". Nach einer Umfrage des britischen Kontakt-Forums Gaydar ist David Beckham der Star, den homosexuelle Männer am liebsten heiraten würden.

#1 XDAAnonym
  • 14.02.2009, 16:31h
  • Schwul und Fußball. Ein tatsächlich als Schwul geouteter Fußballer würde daran zerbrechen, denn dann wäre das bei nahezu jedem Spiel der Fall --- und Fußballfans sind ja nur auch oft in der ungebildeten [Proll-] Schicht zu finden.
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#2 gatopardo
  • 14.02.2009, 17:07h
  • Ja was erwartet man denn von Fussball-Schlachtenbummlern ? Sie befinden sich teilweise am Rande der Gesellschaft und rotten sich zusammen, um gegnerische Mannschaften mit allen ihren zur Verfügung stehenden Jauchekübeln zu überschütten. Ob rassistisch oder homophob, ist diesen dummen Menschen vollkommen gleichgültig. Sie sind doch viel zu asozial und ungebildet, als dass Sanktionen sie treffen würden.
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#3 Liedel
  • 14.02.2009, 18:18h
  • Hätte der Stadionsprecher da nicht mal intervenieren können und denen erklären, dass der "metrosexuell" ist? Wobei da gibts glaub ich gar kein Schimpfwort für, "Muchtel" oder "Metruchtel" vielleicht oder sowas?
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